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Buchvorstellung: Medaillen von Friedrich Wilhelm II. von Preußen


Gunter Mues (†), Manfred Olding: Die Medaillen der Preußischen Könige von 1786 bis 1870, Band I: Friedrich Wilhelm II. 1786–1797. Battenberg Verlag, Regenstauf 2018. 116 S., durchgehend farbige Abbildungen, 21 x 29,7 cm, Hardcover, 69 Euro, ISBN 978-3-86646-161-1.

Die Zahl der Veröffentlichungen zur brandenburgisch-preußischen Numismatik von Manfred Olding ist groß. Seit Jahren sorgt der Münzhändler für Kataloge, die von der Sammlerschaft, dem Handel und den Fachhistorikern wegen ihrer Qualität gerne benutzt werden. Es ist also sicher eine gute Nachricht, dass Olding unter Verwendung von umfangreichen Vorarbeiten des leider verstorbenen Gunter Mues nun den Band über die Medaillen Friedrichs des Großen fortsetzt mit einem Band über die Medaillen Friedrich Wilhelms II. Weitere Bände mit den Medaillen bis 1870 sollen folgen.

Der Katalog beinhaltet die Medaillen des Königs Friedrich Wilhelm II. (S. 19–88) und seiner Familie (S. 89–108), das sind dann Medaillen des Zeitraums 1786 bis 1850.

Die Anordnung der Medaillen erfolgt innerhalb der Personenkapitel in chronologischer Reihenfolge. Das Suchen und schnelle Auffinden der Medaillen ist aber auch durch ein Umschriftenverzeichnis möglich. Hat man die gesuchte Medaille gefunden, darf man sich zum einen über die herrliche Abbildungsqualität freuen, die auch die Details der Stücke offenlegt, und zum anderen über die umfangreiche Beschreibung. Sie beginnt mit dem Anlass der Herausgabe und dem Medailleur, es folgen Vorder- und Rückseitenbeschreibungen sowie die technischen Daten (Durchmesser, Gewicht, Metall), gefolgt von Literaturangaben sowie Standortangaben. Zuletzt finden sich gegebenenfalls Anmerkungen und Stempelvergleiche. Es werden nur solche Medaillen katalogisiert, die einen konkreten Hinweis in Abbildung und/oder Schrift auf den König bzw. seine Familienmitglieder enthalten. Medaillen „nur“ mit Bezug auf Preußen sollen in einem eigenen Band erfasst werden. Auch sonst erlag Olding nicht der Unsitte, alles und jedes zu katalogisieren. Erfasst sind offizielle Auftragsprägungen des Hofes und staatlicher Institutionen und Medaillen, die als Preise für besondere Leistungen bestellt wurden. Dadurch kann Olding einen homogenen Band vorlegen, der auch ästhetisch überzeugt und zum Blättern verleitet.

Verschiedene Hilfen sind noch beigefügt, so ein Medailleurverzeichnis, Übersetzungen der lateinischen Umschriften, ein Literaturverzeichnis und ein Verzeichnis der Umschriften.

Der Band ist sehr gelungen und für Interessenten des 18. (und 19.) Jahrhunderts unverzichtbar, eine gelungene Veröffentlichung.