• Sylvia Karges

Ukraine: Auf den Beginn der Regentschaft der Fürstin Olga


20 Griwna „Beginn der Regentschaft Olgas vor 1075 Jahren“, Ag (925/1000), patiniert und teilvergoldet, 62,2, g, 50 mm, Künstlerin: Natalia Fandikowa, Auflagenhöhe: 2.500 Exemplare.

Für 2020 erinnert eine 20-Griwna-Münze aus Silber und mit Teilvergoldung an die von 945(?) bis etwa 960 die Kiewer Rus regierende Fürstin Olga. Die Kiewer Rus war ein Großreich, das heute auf den Territorien folgender Staaten existierte: Russland, Ukraine und Weißrussland (Belarus). Olga heiratete Igor, den Fürsten von Kiew und gebar ihm einen Sohn, Swjatoslaw I. Für diesen übernahm sie nach dem frühen Tod Igors, 945, die Regierungsgeschäfte, was sie ausgesprochen erfolgreich bis ca. 959 tat, als ihr Sohn schließlich die Regierungsgeschäfte übernahm.


Olga stammt von den Warägern ab, einer Teilgruppe der Wikinger, die seit dem 8. Jahrhundert im Gebiet von Dnepr, Düna, Wolga, Don und bis in das Gebiet des Kaspischen und Schwarzen Meeres nachgewiesen sind. Der warägische Fürst Rjurik (830-879) gilt als Gründer der Kiewer Rus – obwohl seine Person bis heute nicht einwandfrei nachweisbar ist. Olga ließ sich wohl während ihrer Regentschaft in Konstantinopel taufen, was in ihren Reihen auf starken Widerstand traf und auch ihrem Sohn und Nachfolger nicht passte, der nach seinem Machtantritt die Missionare, gerufen von Olga, und die christliche Religion wieder vertrieb. Erst unter seinem Sohn Wladimir, Olgas Enkel, kam es 988 schließlich zur „Christianisierung der Rus“, was übrigens den Beginn der Russisch-Orthodoxen Kirche markiert.


Die Münze zeigt auf ihrer Vorderseite eine Huldigungsszene der auf dem Thron sitzenden Olga. Diese Szene ist zudem visuell durch ihre Vergoldung hervorgehoben. Umgeben ist die Huldigungsszene von einem dekorativen Element aus der Zeit der Kiewer Rus; das Ornament weist starke keltische Züge auf. Oben findet sich zudem das Wappen der Ukraine, sowie der Staatsname in ukrainischer Schrift und unten ist das Nominal von 20 Griwna platziert. Die Rückseite zeigt eine Abbildung der gekrönten Olga auf, die die fürstlichen Insignien trägt. Umher finden sich ebenso keltische bzw. nordisch anmutende Ornamentbänder. Neben ihrem Namen und ihren Lebensdaten erinnert die weitere zumeist randläufige Aufschrift an den 1075-jährigen Beginn ihrer Regentschaft.


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