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Goldene Raritäten bei der Heidelberger Münzhandlung in Auktion 85 vom 14. bis 16. November 2022

Ein ausgewähltes Angebot an Münzen des Deutschen Kaiserreichs, eine Spezialsammlung Mainz, viele seltene Goldgepräge aus Altdeutschland und der ganzen Welt, nicht zu vergessen die antiken Münzen: Die Heidelberger Münzhandlung bietet auch in ihrer 85. Auktion für jeden Sammler etwas.


Vom 14. bis 16. November 2022 hält die Heidelberger Münzhandlung ihre 85. Auktion ab. Sie findet wieder ausschließlich als Online-Event statt und enthält begehrenswerte Objekte, gleichgültig, über welches Budget ein Sammler verfügt. Von zweistelligen bis zu fünfstelligen Schätzungen ist alles dabei, und das in oft exquisiten Erhaltungen, die sehr konservativ beschrieben sind.

Der Schwerpunkt des Materials liegt natürlich – wie im Hause Grün üblich – auf den Münzen Altdeutschlands und des Deutschen Kaiserreichs. Aber auch die Sektionen Antike und Münzen aus aller Welt bieten so einiges. Blättern Sie den Auktionskatalog aufmerksam durch. Sie werden viele interessante Stücke entdecken!


Nr. 43 – Ptolemaios IV. Philopator, 221-–204. Oktodrachmon. Selten. Sehr schön.

Taxe: 11.000,- Euro


Münzen der Antike

Die Auktion beginnt mit fast 400 Nummern antiker Münzen, Kelten, Griechen, Römer und Byzantiner. Angeboten werden sowohl Münzen für den erfahrenen Sammler als auch günstige Stücke für den Einsteiger. Ob Regenbogenschüsselchen, Büschelquinar, persischer Siglos oder Provinzialbronze – für jeden ist etwas dabei.


Nr. 248 – Antoninus Pius, 138–161. Aureus. Sehr selten. Gutes vorzüglich.

Taxe: 7500,- Euro


Das gilt besonders für die römischen Münzen. Vor allem Sammler von Prägungen der römischen Republik sollten den Katalog konsultieren, der viele historisch interessante Münzdarstellungen bietet. Natürlich sind die Porträts von Caesar, Marcus Antonius und Octavianus im Angebot.

Auch wer sich auf die Münzen des römischen Kaiserreichs konzentriert, wird eine reiche Auswahl finden, und zwar in allen Materialien, ob Gold, Silber oder Bronze.


Nr. 411 – Großbritannien. Victoria, 1837–1901.

Goldmedaille 1887 von J. E. Böhm und F. Leighton auf das goldene Regierungsjubiläum.

In goldgeprägtem Originaletui. Fast Stempelglanz.

Taxe: 17.500,- Euro


Münzen und Medaillen aus aller Welt

Von Albanien bis Zypern reicht das Angebot an Münzen und Medaillen aus aller Welt. Besonders bemerkenswert sind die vielen interessanten Goldprägungen. Eines der schönsten Stücke ist die Medaille, die anlässlich des goldenen Regierungsjubiläums von Königin Victoria geprägt wurde. Das 1887 hergestellte Stück liegt noch in seinem goldgeprägten Originaletui, wie es der Sammler damals kaufte.


Nr. 665 – Südafrika. Republik. Krügerrand 1968. Polierte Platte.

Taxe: 2500,- Euro


Die ersten Krügerrands: Ikonen der modernen Münzprägung

Eigentlich lohnt sich bei Herbert Grün der zweite Blick immer, selbst wenn es um scheinbar häufige Stücke geht. Nehmen wir nur die drei Exemplare des bekannten Krügerrands als Beispiel. Sie sind nicht nur in feinster Qualität, sondern auch aus den ersten Jahrgängen, in denen der Krügerrand überhaupt geprägt wurde: 1967, 1968 und 1969. Während diese Goldmünze in den 1970er Jahren den Investorenmarkt eroberte und zum Vorbild für all die Maple Leafs, Philharmoniker und anderen Bullionmünzen wurde, prägte man von den ersten Jahrgängen sehr wenige Stücke: 1967 insgesamt 50.000, 1968 und 1969 insgesamt 30.000. Wer also diese Ikone der modernen Münzprägung in seiner Sammlung besitzen möchte, sollte jetzt zugreifen.


Nr. 787 – Baden-Durlach. Karl Friedrich, 1738–1811.

Goldmedaille zu 10 Dukaten 1796 (1798), von J. M. Bückle, vermutlich Rheingold.

Einziges bekanntes Exemplar. Fast Stempelglanz.

Taxe: 17.500,- Euro


Nr. 1076 – Hamburg.

Bank-Portugalöser zu 10 Dukaten 1821 auf das silberne Jubiläum der siebten Assecuranz Compagnie. Vorzüglich.

Taxe: 10.000,- Euro


Nr. 1267 – Pfalz-Sulzbach. Karl Theodor, 1743–1799.

Goldene Suitenmedaille Nr. 21 zu 10 Dukaten o. J. (1758), von Schäffer

auf den Administrator Ludwig Philipp. Exemplar der Sammlung Hermann Nr. 274.

Äußerst selten. Vorzüglich.

Taxe: 4000,- Euro


Nr. 1500 – Speyer / Bistum. Franz Christoph, Freiherr von Hutten zu Stolzenberg, 1743–1770. Goldmedaille zu 8 Dukaten 1761 von J. L. Oexlein, auf die Erhebung zum Kardinal. Unikum (?).

Vorzüglich.

Taxe: 20.000,- Euro


Münzen und Medaillen aus Altdeutschland mit vielen Goldraritäten

Wer schwere Goldmedaillen in feinster Erhaltung liebt, der findet in Auktion 85 der Heidelberger Münzhandlung eine große Auswahl, so zum Beispiel das einzige bekannte Exemplar einer schweren Rheingoldmedaille von Karl Friedrich von Baden-Durlach, die das Datum 1796 trägt. Auf einem Hamburger Bankportugalöser zu 10 Dukaten von 1821 findet sich eine großartige Schiffsdarstellung. Auch die drei goldenen Suitenmedaillen der pfälzischen Herrscher aus der Sammlung Hermann sind bemerkenswert. Die Idee zu dieser Serie entwickelte bereits Kurfürst Karl Philipp. Weil man sich aber über die Texte der Rückseiten nicht einigen konnte, die das Lebenswerk dieser Herrscher subsummieren sollten, scheiterte das Projekt, das von Karl Theodor, dem späteren Herrscher Bayerns, wieder aufgenommen wurde. Während man immer wieder Beispiele für diese Medaillen in Silber und Bronze sieht, sind die goldenen Prägungen extrem selten. Wir zeigen das Porträt von Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602–1655), der nach der Vertreibung des Winterkönigs als schwedischer Administrator die Kurpfalz für seinen Bruder und nach dessen Tod für seinen Neffen verwaltete. Last but not least nennen wir eine wahrscheinlich unike Goldmedaille zu acht Dukaten von 1761, die die Erhebung des Speyrer Bischofs Franz Christoph zum Kardinal feiert.


Nr. 867 – Bayern. Max II. Emanuel, nach der Rückkehr 1715–1726. Einseitiger 1/2 Kreuzer 1725.

Sehr selten. Vorzüglich.

Taxe: 300,- Euro


Nr. 925 – Bayern. Karl Theodor, 1777–1799. Doppeldukat 1787.

Äußerst selten. Fast vorzüglich / Vorzüglich.

Taxe: 13.500,- Euro


Kleinmünzen aus Bayern

Wer sich für bayerische Münzen interessiert, findet bei Grün eine reiche Auswahl, und zwar nicht nur an seltenen Talern, Dukaten und Doppeldukaten, sondern vor allem an Kleinmünzen vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Es handelt sich um eine Sammlung, bei der Seltenheit und Erhaltung im Mittelpunkt standen, sodass der Kenner nicht nur große Raritäten entdeckt, sondern auch perfekt erhaltene Stücke. Das Schönste daran ist, dass Kleinmünzen im Verhältnis immer noch sehr günstig zu haben sind. Ihre Schätzungen beginnen bei 50 Euro.


Nr. 1103 – Hohenlohe / Gemeinschaftlich. Dukat 1608, Nürnberg. Äußerst selten. Prägefrisch.

Taxe: 15.000,- Euro


Serie Hohenlohe mit vielen Seltenheiten

Insgesamt zehn Lose listet Katalog 85 der Heidelberger Münzhandlung von Hohenlohe und all seinen Linien auf. Gleich mehrere Raritäten sind hier zu finden. Das erste Stück ist ein äußerst seltener, vielleicht sogar bis jetzt unbekannter Dukat, der gemeinschaftlich im Jahr 1608 in Nürnberg geprägt wurde. Die Fachliteratur kennt das Stück nicht. Angeboten wird ferner ein sehr seltener und vorzüglicher Dukat von Philipp Ernst von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst und eine Medaille, die anlässlich der Goldenen Hochzeit von Carl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen und Josephine von Baden herausgegeben wurde.


Nr. 1137 – Mainz / Erzbistum. Arnold von Selenhofen, 1153–1160. Brakteat, Erfurt.

Sehr selten. Fast vorzüglich.

Taxe: 2800,- Euro


Nr. 1161 – Mainz / Erzbistum. Johann II., Graf von Nassau, 1397–1419.

Goldgulden o. J. (1399–1402), Höchst. vorzüglich.

Taxe: 600,- Euro


Nr. 1211 – Mainz / Erzbistum. Emerich Joseph von Breitbach-Bürresheim, 1763–1774.

Rheingolddukat 1772. Sehr selten. Vorzüglich.

Taxe: 7000,- Euro


Umfangreiche Sammlung Mainz

Mehr als 100 Lose umfasst die stattliche Sammlung Mainz, die in Auktion Heidelberger Münzhandlung 85 angeboten wird. Das römische Mogontiacum entwickelte sich dank seiner zentralen Lage und des Bischofssitzes, der spätestens seit Mitte des 4. Jahrhunderts in Mainz existierte, zu einer der wichtigsten Städte Deutschlands. Bereits 782 wurde Mainz Erzbistum und die goldene Bulle von 1356 bestätigte, dass der Mainzer Erzbischof das höchste Amt im Reich nach dem Kaiser bekleidete, nämlich das Amt des Reichserzkanzlers für Germanien.

Natürlich besaß Mainz eine reiche Münzprägung. Die angebotene Sammlung deckt die frühen Pfennige der Reichsmünzstätte im 10. Jahrhundert genauso ab wie die herrlichen Brakteaten aus Erfurt, das dem Mainzer Erzbischof unterstand. Vor allem die Rheinischen Gulden sind mit einer Vielzahl von Prägungen repräsentiert, und zwar von den ersten Typen, die sich noch eng an das Florentiner Vorbild hielten, über die Prägungen der verschiedenen Münzvereine bis hin zu Stücken aus dem 16. Jahrhundert.

Aber auch prachtvolle Dukaten enthält diese Sammlung, so ein wunderschönes Stück in fast Stempelglanz von 1730, das unter Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg geprägt wurde, und einen sehr seltenen Rheingolddukaten von 1772 in prachtvollem vorzüglich.

Mit der Eroberung durch die Franzosen im Jahr 1797 endete die weltliche Herrschaft des Mainzer Erzbischofs. Die Sammlung enthält als Endstück einen Konventionstaler von 1796.


Nr. 1301 – Preußen. Friedrich Wilhelm III., 1797–1840. Doppelter Friedrichs d’or 1832.

Äußerst selten, Jahrgang fehlt in allen uns bekannten Sammlungen. Sehr selten. Vorzüglich.

Taxe: 9000,- Euro


Eine preußische Rarität

Auch für die Sammler preußischer Münzen findet sich eine große Rarität. Es handelt sich um einen doppelten Friedrichs d’or von Friedrich Wilhelm III., dessen Jahrgang 1832 in allen bekannten Sammlungen fehlt. Da das Stück prachtvoll erhalten ist, bleibt es spannend, welches Ergebnis es bei seiner Schätzung von 9000 Euro erzielt.


Nr. 1477 – Sayn-Wittgenstein-Hohenstein. Gustav, 1657–1701.

2/3 Taler 1677 mit Gegenstempel fränkischer Kreis. Sehr selten. Sehr schön.

Taxe: 600,- Euro


Eine Serie von Münzen der Grafschaft Sayn

Sammler von Münzen der Grafschaft Sayn mit all ihren Nebenlinien finden mit 55 Losen ebenfalls eine reiche Auswahl.


Nr. 1517 – Würzburg / Bistum. Franz von Hatzfeld, 1631–1642. Taler 1636. Äußerst selten. Prägefrisch.

Taxe: 15.000,- Euro


Der perfekte Taler aus Würzburg

Wer einen wirklich prägefrischen Taler sucht, der sollte sich das wundervolle Stück aus Würzburg genauer ansehen, das auf seiner Rückseite den hl. Kilian mit Schwert und Bischofsstab präsentiert. Das ins Jahr 1636 datierte Stück ist voll zentriert, wunderbar ausgeprägt und der Stempel dazu stammt von einem Meister seines Fachs.


Nr. 1575 – Deutsches Kaiserreich. 1 Pfennig 1875 H.

In dieser Erhaltung äußerst selten. Schöne Kupferpatina. Stempelglanz.

Taxe: 1000,- Euro


Nr. 1793 – Deutsches Kaiserreich. 1 Mark 1882 H. In dieser Erhaltung äußerst selten. Fast Stempelglanz.

Taxe: 3000,- Euro


Deutsche Münzen nach 1871

Wie immer bietet Herbert Grün seinen Kunden eine überreiche Auswahl an Münzen des Deutschen Kaiserreichs. Wer die Heidelberger Münzhandlung kennt, weiß, wie gewissenhaft die Beschreibungen abgefasst sind. Wenn bei einem Stück Stempelglanz steht, dann ist es Stempelglanz, ohne irgendeinen Mangel. Man darf also durchaus neugierig sein, was das stempelglänzende 1 Pfennig-Stück 1875 H bringt, das mit seiner schönen Kupferpatina einfach perfekt ist. Diese Münze steht in unserem Vorbericht stellvertretend für ein beeindruckendes Angebot an Kleinmünzen des Deutschen Kaiserreichs. Wer sich die Schätzungen ansieht, wird sofort bemerken, dass die Investoren dieses Gebiet noch nicht bemerkt haben. Hier bekommt man selbst Seltenheiten in einer interessanten Erhaltung noch für relativ überschaubares Geld. Nehmen wir zum Beispiel das 1-Mark-Stück 1882 H, von dem lediglich 109.280 Exemplare geprägt wurden. Obwohl es fast Stempelglanz ist und nur winzigste Kratzer zeigt, ist seine Schätzung mit 3000 Euro nicht zu vergleichen mit dem, was eine britische oder gar eine amerikanische Münze in dieser Kombination von Erhaltung und Seltenheit bringen würde.


Nr. 2351 – Deutsches Kaiserreich. Preußen. Wilhelm II., 1888–1918. 5 Mark 1896.

In dieser Erhaltung äußerst selten. Polierte Platte.

Taxe: 5500.- Euro


Weniger als 46.000 Stück wurden von dem preußischen 5-Mark-Stück 1896 hergestellt. Die Münze wurde wahrscheinlich für einen Sammler aus polierten Stempeln angefertigt und zeigt die Feinheiten des Porträts vom deutschen Kaiser Wilhelm II. bis ins Detail. Die Schätzung dieser Rarität beträgt 5500 Euro. Diese Münze steht in unserem Vorbericht für das reiche Angebot an Silbermünzen des Deutschen Kaiserreichs, die bei der Heidelberger Münzhandlung zu finden sind.


Nr. 2639 – Deutsches Kaiserreich. Sachsen-Meiningen. Georg, 1866–1914. 20 Mark 1914.

Nur 1001 Exemplare geprägt. Vorzüglich / Stempelglanz.

Taxe: 10.500,- Euro


Auch für das umfangreiche Angebot an Reichsgold haben wir ein stellvertretendes „Symbolstück“ ausgewählt. Es handelt sich um 20 Mark Georg II. von Sachsen-Meiningen von 1914. Mit dem Porträt des „Theaterherzogs“ wurden nur 1001 Stück geprägt. Sie alle zeigen den zu diesem Zeitpunkt bereits 88-jährigen Herrscher mit seinem prachtvollen Bart, der am 25. Juni desselben Jahres sterben sollte.


Nr. 2783 – Weimarer Republik. 5 Reichsmark 1930 E. Mit Paproth-Expertise.

Sehr selten. Vorzüglich bis Stempelglanz.

Taxe: 3200,- Euro


Wie immer offeriert die Heidelberger Münzhandlung auch ein reiches Angebot von deutschen Münzen nach 1918.

Die Auktion schließt mit einigen Banknoten, darunter eine kleine Serie von französischen Assignaten.


Den Katalog der Heidelberger Münzhandlung können Sie zum Schutzpreis von 12,50 Euro beziehen bei

Heidelberger Münzhandlung Herbert Grün

Gaisbergstr. 40

69115 Heidelberg

Tel: ++49 / 6221 / 65 2970; Fax: ++49 / 6221 / 65 297-29


Selbstverständlich ist der Katalog auch im Internet einsehbar, und zwar bei Sixbid, biddr.com und Numisbids.

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