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Auktion 83 der Heidelberger Münzhandlung vom 8.-12. November 2021

Münzen für Sammler aus Deutschland und der ganzen Welt


Auktion 83 der Heidelberger Münzhandlung bietet genau das, was sich aktuell viele Sammler wünschen: Münzen, die sie sich leisten können mit Schätzungen ab dem zweistelligen Bereich. Vom kommunen Taler bis zur chinesischen Probe: Bei 5.268 Losen ist für jeden was dabei.


Jede Woche liest man in den numismatischen Medien von neuen Rekordpreisen. Da freuen sich all diejenigen, die bereits eine große Sammlung haben. Wer aber seine Sammlung erst aufbauen möchte, der ist eher frustriert, denn die hohen Preise kann sich nicht jeder leisten. All diejenigen, die Münzen im zwei- und dreistelligen Bereich suchen, sollten den Auktionskatalog der Heidelberger Münzhandlung genau durchblättern. Herbert Grün bietet darin eine umfangreiche Sammlung an, die genauso aussieht, wie Sammlungen früher auszusehen pflegten: Die Erhaltungen der Stücke reichen von „sehr schön“ bis zu „gutes vorzüglich“, das geographische Spektrum des Sammlers von Deutschland über Europa bis Übersee. So findet sich in dieser Sammlung ein kommuner bayerischer Taler neben einer nur in zwei Exemplaren bekannten chinesischen Probe.

Natürlich enthält Auktion 83 auch – wie immer bei Grün – Münzen des Deutschen Kaiserreichs in feinster Erhaltung – man sehe sich nur das Titelstück an: Friedrich der Weise in Polierter Platte.

Es ist also für jeden etwas in dieser Auktion, die als Live Bidding Auction in den Geschäftsräumen von Grün stattfindet, nebenbei der schönsten Münzhandlung in ganz Deutschland.

Nr. 2188. Deutscher Orden. Maximilian I., 1590-1618. Taler 1603, Hall. Vorzüglich bis Stempelglanz. Taxe: 1.000 Euro.

Wie es euch gefällt

Auktion 83 ermöglicht dem Sammler bei vielen Stücken die freie Auswahl, in welcher Qualität er eine Münze besitzen will, resp. sich leisten kann. Ein gutes Beispiel dafür ist ein Taler von Maximilian I., seit 1590 Hochmeister des Deutschen Ordens und seit 1595 Regent von Oberösterreich, zu dem auch Tirol mit seiner Münzstätte Hall gehörte. So wurde der Taler von 1603 in Hall angefertigt. Es ist eine Prachtprägung, die in vielem an die ersten Taler Sigismunds des Münzreichen erinnert. So steht der Deutschmeister mit dem Erzherzogshut in voller Rüstung auf der Vorderseite frontal zwischen Wappen und Turnierhelm, auf der Rückseite reitet er auf seinem Streitross und hält das Fähnlein hoch, um das sich seine Ritter sammeln werden. Wappen umgeben diese Darstellung. Es handelt sich nicht nur um ein historisch interessantes Stück, sondern auch um eine Prägung von ganz besonderer Ästhetik. Der Sammler hat in Auktion 83 die Wahl, ob er auf das fast perfekte Stück, das mit 1.000 Euro geschätzt ist, bietet, oder eines der drei anderen für 150 resp. 350 Euro zu erwerben versucht.

Gehen Sie also davon aus, dass Auktion 83 für jedes außergewöhnliche und hervorragend erhaltene Stück, das wir hier präsentieren, mehrere Dutzend genauso interessante, aber wesentlich preiswertere Lose enthält. Wie gesagt, die Taxen beginnen im unteren zweistelligen Bereich.

Nr. 46. Antoninus Pius, 138-161. Aureus. Sehr selten. Gutes vorzüglich. Taxe: 8.000 Euro.

Kelten, Griechen, Römer, Byzantiner

Die Auktion beginnt mit knapp 80 Losen antiker Münzen, und zwar von keltischen über griechische und römische bis hin zu byzantinischen Prägungen. Ob Gold, Silber oder Bronze, für jeden ist etwas dabei. Besonders spektakulär fallen zwei ptolemäische Großgoldmünzen ins Auge: Die beiden Oktodrachmen zeigen Porträts von Arsinoe resp. Ptolemaios III.

Aber auch Liebhaber römischer Aurei und byzantinischer Solidi finden eine kleine, feine Auswahl.


Nr. 187. Mantua. Vincenzo I. Gonzaga, 1587-1612. Ducatone zu 12 Bianchi o. J. Selten. Sehr schön. Taxe: 4.000 Euro.

Münzen aus Europa und der ganzen Welt

560 Lose kommen aus Europa, von Albanien bis Zypern. Auch wenn natürlich alle Münzmetalle hier zu finden sind, entdeckt der Sammler doch besonders viele Prägungen in Talergröße, und zwar seltene und häufige Stücke. Auch wer seltene Gedenkmünzen des 20. Jahrhunderts sucht, wird in dieser Auktion fündig. Vom 2 Euro-Stück „25. Todestag von Grace Kelly“ bis zum begehrten und seltenen tschechoslowakischen 10 Dukaten-Stück von 1933 aus Kremnitz werden viele Raritäten angeboten.

Nr. 673. China. Yunnan. Essay zu Dollar o. J. mit spiegelverkehrter Randschrift GOTT SEGNE UNS. Zweites bekanntes Exemplar, das beste bekannte Exemplar. Sehr selten. Sehr schön bis vorzüglich. Taxe: 3.500 Euro.

Eine äußerst seltene chinesische Probe aus Deutschland

Vor allem der Bereich Übersee wird für einige Überraschungen gut sein. Denn der Sammler hat natürlich seinerzeit auch Münzen aus China und den Vereinigten Staaten zusammengetragen, als diese bei uns noch erschwinglich waren. 20 Lose stammen aus China, hauptsächlich Münzen in Talergröße, aber auch ein seltenes 10 Cent-Stück der Provinz Chili von 1896.

Bemerkenswert ist auch eine Kupferprobe zu einem Dollar o. J., deren spiegelverkehrte Randinschrift GOTT SEGNE UNS beweist, dass das Stück in Deutschland entstanden ist, wo viele Proben zu chinesischen Münzen produziert wurden. Es scheint sich um das zweite bekannte Exemplar zu handeln. Zum ersten Mal wurde ein wesentlich schlechteres Exemplar im Februar 2010 bei dem Auktionshaus Champion in Macao angeboten. Die Schätzung betrug dort 6.000–12.000 $.

Nr. 743. USA. 20 Dollars 1905, Coronet Head Type. Selten. Nur 59.011 Stück geprägt. Vorzüglich bis Stempelglanz. Taxe: 2.500 Euro.

Auktion 83 listet mehr als 90 Lose von amerikanischen Umlauf- und Gedenkmünzen auf, darunter etliche Seltenheiten, wie ein 20 Dollar von 1905, von dem nur 59.011 Stück geprägt wurden.

Und natürlich enthält die Auktion eine Fülle von Losen, die sowohl für den Sammler als auch für den Goldanleger interessant sein dürften. Wir nennen als Beispiel ein Münzset in der Originalschatulle aus Venezuela, das 1957 ausgegeben wurde, und das die führenden Persönlichkeiten des Zweiten Weltkriegs auf 18 Goldmedaillen zeigt, die je 22,2 g wiegen. Die rund 360 g Feingold werden nahe ihrem Goldwert ausgerufen und sind gleichzeitig ein wunderbares zeitgeschichtliches Zeugnis.

Nr. 875. RDR. Matthias, 1612-1619. Taler 1614, Kuttenberg. Vorzüglich bis Stempelglanz. Taxe: 2.500 Euro.

Römisch-Deutsches Reich

Fast 500 Lose von Münzen der Habsburger Kaiser und der österreichischen Standesherren warten auf Sammler. Wieder überwiegen die Münzen in Talergröße, die Erhaltungen sind gemischt, die Preise beginnen bei 100 Euro. Aber natürlich gibt es auch die perfekten und seltenen Münzen, die darauf warten, einen Ehrenplatz in einer Sammlung zu bekommen. Wir zeigen als Beispiel einen Taler von Kaiser Matthias, geprägt 1614 in Kuttenberg.

Nr. 1659. Bayern. Wilhelm IV. und Ludwig X., 1516-1545. Äußerst selten. Leicht gewellt. Sehr schön. Taxe: 17.500 Euro.
Nr. 1683. Bayern. Maximilian II. Emanuel, 1679-1726. Sehr selten. Gutes vorzüglich. Taxe: 16.000 Euro.

Altdeutschland mit einem Schwerpunkt auf Bayern

Natürlich liegt wie immer bei der Heidelberger Münzhandlung der Schwerpunkt auf den altdeutschen Prägungen. Fast 3.000 Lose mit deutschen Münzen und Medaillen werden angeboten, rund 150 davon kommen aus Bayern, und unter ihnen gibt es eine ganze Fülle von extrem seltenen Goldmünzen, so zum Beispiel einen extrem seltenen Goldgulden des Jahres 1532, geprägt von Wilhelm IV. und Ludwig X. gemeinsam, und einen doppelten Max d’or des Blauen Kurfürsten Max Emanuel von 1717.

Nr. 3343. Preußen. Friedrich Wilhelm III., 1797-1840. Doppelter Friedrichs d’or, 1832. Äußerst selten; Jahrgang fehlt in allen bekannten Sammlungen. Vorzüglich. Taxe: 9.000 Euro.

Nr. 3367. Preußen. Friedrich Wilhelm IV., 1840-1861. Goldmedaille zu 12 Dukaten 1842 von Friedrich Anton König auf die Vermählung von Prinzessin Maria mit Kronprinz Maximilian von Bayern. Äußerst selten. Vorzüglich. Taxe: 20.000 Euro.

Seltene Münzen und Medaillen aus Preußen

Auch Preußen ist mit vielen extrem seltenen Münzen und vor allem Medaillen reich vertreten. Darunter sind so seltene Stücke wie ein doppelter Friedrichs d’or von 1832, ein Jahrgang, der in allen bekannten Sammlungen zu fehlen scheint. Noch bemerkenswerter ist eine Goldmedaille aus dem Jahr 1842 im Gewicht von 12 Dukaten. Das äußerst seltene Stück wurde anlässlich der Hochzeit der preußischen Prinzessin Maria mit Kronprinz Maximilian von Bayern geprägt. Der in Dresden tätige Medailleur Friedrich Anton König schuf die Stempel. Ein Jahr später wurde er als Mitglied in die Preußische Akademie der Künste berufen. Reiner Zufall? Kein Zufall dürfte es sein, dass die Personifikation der Borussia ein Siegeszeichen in der Hand hält, das verdächtig an das erinnert, das die Siegesgöttin auf dem Brandenburger Tor trägt. Sie erhielt dieses sehr spezielle Symbol erst nach dem Sieg der Alliierten über Napoleon und damit nach ihrer Rückkehr aus dem Pariser Exil.

Nr. 3833. Sachsen-Coburg-Eisenach. Johann Casimir, 1572-1633. Tragbarer ovaler goldener Gnadenpfennig 1613. Gekauft 1903 vom Lager von Dr. Eugen Merzbacher für 400 Reichsmark. 2. bekanntes Exemplar. Vorzüglich. Taxe: 15.000 Euro.

Ein historisch bedeutender Gnadenpfennig

Mehr als 500 Lose kommen aus Sachsen. Das wohl spektakulärste Los ist ein goldener Gnadenpfennig mit dem Porträt von Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg (*1564, +1633). Gnadenpfennige wie dieser wurden an die hochrangigsten Diener – je nach Stellung und Gunst zusammen mit schweren goldenen Ketten – verschenkt, an denen solche Gnadenpfennige getragen wurden. Die Provenienz dieses Stückes reicht zurück ins Jahr 1903, als sein Besitzer es für unglaubliche 400 Reichsmark von der Münzhandlung Dr. Eugen Merzbacher in München kaufte.

Nr. 2358. Zinnmedaille von J. Chr. Reich, 1783 auf die britische Anerkennung der Vereinigten Staaten von Amerika. Vorzüglich. Taxe: 300 Euro.

Nr. 2502. Tauftaler 1705, Zellerfeld. Vorzüglich. Taxe: 400 Euro.

Viel Numismatik für wenig Geld

Dass man kein Millionär sein muss, um sich spannende Objekte zu kaufen, das möchten wir ausdrücklich betonen. Wir beweisen unsere Behauptung mit zwei Beispielen:

Johann Christian Reich gehörte um 1800 zu den erfolgreichsten deutschen Medailleuren. Er trug unter anderem den Titel eines preußischen und eines bayerischen Hofmedailleurs. Er lebte und wirkte in Fürth, wo er nicht nur für die Großen der Welt arbeitete, sondern auch für die kleinen Sammler. Für sie gab er seine historischen Medaillen in Zinn – der günstigsten Metallvariante – heraus, von denen eine kleine Serie in Auktion 83 angeboten wird. Das hier abgebildete Beispiel erinnert an den Frieden von Paris im Jahr 1783, der formal den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg beendete und die britische Anerkennung der unabhängigen Vereinigten Staaten von Amerika beinhaltete.

Beim zweiten Beispiel handelt es sich um einen perfekt erhaltenen Tauftaler, wie sie in Zellerfeld als Taufgeschenke hergestellt wurden. Seit der frühen Neuzeit war es nämlich üblich, dem Neugeborenen eine Münze auf den Lebensweg mitzugeben. Und wenn Sie jetzt schon überlegen, ob es in Ihrer Verwandtschaft demnächst Nachwuchs geben wird, dann lassen Sie sich sagen, dass Sie Auktion 83 die Auswahl zwischen zehn Tauftalern bietet, die zwischen 100 und 400 Euro geschätzt sind.

Nr. 4763. Deutsches Kaiserreich. Sachsen. 3 Mark 1917 „Friedrich der Weise“. Äußert selten. Polierte Platte. Taxe: 100.000 Euro.
Nr. 4829. Deutsches Kaiserreich. Württemberg. 5 Mark 1888. Sehr selten. PCGS PR64. Polierte Platte. Taxe: 17.500 Euro.
Nr. 4953. Sachsen-Meiningen. Georg II., 1866-1914. 20 Mark 1882. Sehr selten. Fast Stempelglanz. Taxe: 27.500 Euro.

Zuletzt noch ein Blick auf Grüns Spezialität: Münzen des Deutschen Kaiserreichs

Beenden wir diesen Vorbericht mit einem Blick auf die Sektion Reichsmünzen. Natürlich bietet Grün auch in seiner Auktion 83 einige ganz besondere Raritäten an, die das Sammlerherz erfreuen. Friedrich der Weise in der Erhaltung Polierte Platte. Wer würde ihn nicht gerne in der eigenen Sammlung liegen haben? 5 Mark Württemberg von 1888 in einem Holder von PCGS mit dem Grade PR64. Das Stück erfüllt die höchsten Ansprüche. Und auch aus Sachsen-Meiningen gibt es ein Kabinettstück, nämlich 20 Mark 1882 von Georg II. in fast Stempelglanz.

Münzen der deutschen Kolonien, der Weimarer Republik, des Dritten Reichs und der BRD sowie Proben beschließen die Auktion, für die Grün insgesamt viereinhalb Tage angesetzt hat.


Den Katalog können Sie zum Schutzpreis von 12,50 Euro beziehen bei


Heidelberger Münzhandlung Herbert Grün

Gaisbergstr. 40

69115 Heidelberg

Tel: +49 / 6221 / 65 2970

Fax: +49 / 6221 / 65 297-29

E-Mail: kontakt@hdmhg.de


Selbstverständlich ist der Katalog auch im Internet einsehbar, und zwar bei Sixbid, biddr.com und Numisbids.

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