• Helmut Kahnt

Äginäischer Münzfuß


Stater (Didrachmon) von Aigina, 550-500 v. Chr., Seeschildkröte mit Gegenstempel Gorgonaion auf dem Panzer, Rückseite Quadratum incusum. Der dunkle Fleck links von der Schildkröte stammt von einem antiken Prüfhieb.

Bildquelle: Helmut Kahnt, Das große Münzlexikon. Von A bis Z, Regenstauf 2005, S. 16.

Im antiken griechischen Münzsystem vom Beginn der Münzprägung bis zur Mitte des 5. Jahrhundert v. Chr. der verbreitetste Münzfuß, benannt nach der See- und Handelsstadt Aigina (Ägina) auf der gleichnamigen Insel zwischen Attika und der Argolis. Er war besonders auf der Peloponnes, den Kykladeninseln und Kreta sowie in Mittelgriechenland und Thessalien gültig und hielt sich auf der Peloponnes bis in das 2. Jahrhundert v. Chr.

Ausgeprägt wurden von Aigina neben dem Stater – im Ä. M. ein Didrachmon im Gewicht von durchschnittlich 12,3 g – die Nominale Drachme, Hemidrachme (hemi=halb) sowie Triobol, Obol und Hemibol.

aus "Das große Münzlexikon