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F. R. Künker GmbH & Co. KG - Auktionen 295 bis 299 vom 25. bis 29. September 2017


Vom 25. bis zum 29. September 2017 ist es wieder einmal so weit. Das Auktionshaus Künker versteigert an fünf Tagen im Steigenberger Hotel Remarque 5800 Lose mit einer Gesamtschätzung von rund 7,5 Mio. Euro. In diesem großen Angebot ist wirklich für jeden etwas dabei.

Auktion 295: Münzen aus der Welt der Antike – 25. September 2017

Die Auktion 295 mit Münzen aus der Welt der Antike steht ganz im Zeichen der Etrusker. Zur Versteigerung kommt die Sammlung Dr. Rolf Tetzlaff-Gahrmann, eine Sammlung von Weltrang. In rund 50 Jahren hat Dr. Tetzlaff-Gahrmann 86 Bronze-, Silber- und Goldmünzen der etruskischen Städte zusammengetragen. Stücke seiner Sammlung waren unter anderem in der großen Münchner Etrusker-Ausstellung von 2015 zu sehen. Nun gehen all diese Objekte zurück in den numismatischen Kreislauf, um andere Sammlungen zu bereichern.

Daneben werden natürlich auch Münzen aus allen anderen Bereichen der Antike verkauft. Vor allem die Sammler römischer Aurei dürfen sich auf eine exquisite Auswahl freuen. Diese reicht von einem sehr schönen Aureus des Sextus Pompeius mit den Porträts seines Vaters und seines Bruders auf der Rückseite (Taxe: 75 000 Euro) über einen Res­titutions-Aureus(!) des Traianus für Titus (Taxe: 40 000 Euro) bis hin zu einigen sehr seltenen Stücken des Gallischen Sonderreichs, darunter ein extrem seltener und vorzüglicher Aureus des Tetricus I. (Taxe: 50 000 Euro). Aber auch andere Seltenheiten sind zu entdecken. Wir beschränken uns auf folgende Stücke: • Ein perfekter Goldstater des Polemon I. von Bosporus, geprägt 9/8 v.Chr. für Augus­tus und Agrippa. Das stempelglänzende Pracht­exemplar stammt nachweislich aus der Sammlung des Großfürsten Alexander Michailowitsch Romanow (Taxe: 60 000 Euro). • Ein fast vorzüglicher Sesterz des Nero mit der beliebten Rückseitendarstellung des Hafens von Ostia. Er stammt aus der Auktion Leu 57 von 1993. • Ein perfekter Kistophor des Hadrianus, auf der Rückseite der Tempel der Roma und des Augustus. Es handelt sich um das Titelstück von Auktion Leu 18 vom Jahr 1977. • Ein Goldmedaillon des Claudius II. Gothicus von 268, das aus der Auktion Gitta Kastner 6 von 1974 stammt. • Eine fast vorzügliche Siliqua des Sebastianus, geprägt zwischen 412 und 413 in Arelate.

Auktion 296: Münzen und Medaillen aus Mittelalter und Neuzeit – 26. September 2017

Münzen und Medaillen aus aller Welt mit einem Schwerpunkt auf dem Haus Habsburg und Altdeutschland kommen am Dienstag, dem 26. September 2017, zur Versteigerung. Höhepunkt der Auktion sind die 110 Münzen aus der Sammlung eines Geschichtsfreundes. Diese meist herausragenden Prägungen wurden nach einem außergewöhnlichen Prinzip ausgewählt. Der Sammler hatte in den 1970er Jahren zufällig das Werk des Leipziger Kaufmanns ­Georg Heinrich Sander (1716–1754) mit dem Titel „Sammlung rarer und merkwürdiger Gold- und Silbermünzen, historisch und kritisch beschrieben“ erworben. Der Geschichtsfreund begann, diese Sammlung zu rekonstruieren, und es gelang ihm, 110 der 153 von Sander beschriebenen Münzen neu zu versammeln. Darunter befinden sich Seltenheiten wie der äußerst seltene Doppeltaler 1520 der Grafschaft Schlick (Taxe: 20 000 Euro) oder der ebenfalls äußerst seltene Taler 1663 von Jülich-Berg (Taxe: 10 000 Euro). Nicht vergessen darf man auch die rund 150 Lose der Sammlung Stricker mit Bezug auf den 30jährigen Krieg. Ein Beispiel ist die prachtvolle Silbermedaille aus der Hand Sebastian Dadlers auf das Begräbnis des schwedischen Königs Gustav Adolfs in der Riddarholmskyrkan (Taxe: 5000 Euro). Es lohnt sich außerdem, einen genaueren Blick auf die Lots zu werfen, die sinnvoll zusammengestellt, interessantes Material zu einem äußerst attraktiven Preis bieten. Als Beispiel genannt sei Nr. 2782. Dieses Los umfasst eine umfangreiche Sammlung von 348 Medaillen des preußischen Hofmedailleurs Daniel Fried­rich Loos und seines Ateliers, sowie seiner Nachfolger Chris­toph Carl Pfeuffer, Fried­rich Wilhelm Kullrich und Emil Weigand. Enthalten sind drei Gold- und 239 Silbermedaillen, dazu 105 Medaillen aus unedlen Metallen sowie ein Prägestempel. Geschätzt ist das Ensemble mit bescheidenen 15 000 Euro.

Auktion 297: Sammlung Opitz – Münzen und Medaillen der Reformation – 27. September 2017

Rund 6000 Objekte zur Reformation hat Rainer Opitz in den vergangenen Jahrzehnten gesammelt. Sie alle, so ist es derzeit geplant, werden in einem umfassenden Katalog noch dieses Jahr veröffentlicht. Ein kleiner Teil, 1000 Lose, kommt am 27. September 2017 zur Versteigerung. Das Spektrum reicht dabei von Münzen der Zeitgenossen Luthers bis zu Medaillen, die sich mit dem Gedenken an die Reformation beschäftigen. Dabei erfasst der Fokus ganz Europa. Das Preisspektrum reicht vom zweistelligen bis zum fünfstelligen Bereich. Und so ist für jeden Sammler etwas dabei. • Wir beschränken uns da­rauf, an dieser Stelle nur drei spektakuläre Stücke vorzustellen: • 1647 wurde in Braunschweig-Lüneburg-Celle ein Löser geprägt, der der Friedenssehnsucht der Zeit vor

dem Westfälischen Frieden Ausdruck gab. Auf seiner Rückseite umarmen sich zwei Bergleute. • Aus der Stadt Nürnberg stammt ein prachtvolles Silbermedaillon von Sebastian Dadler. Es wurde 1649 geprägt, und zwar auf die Erfüllung der Friedensbedingungen, die der Westfälischen Frieden festgelegt hatte. • Ein sächsischer Doppeldukat von 1590 wurde von Christian I. ausgegeben. Dieser Herrscher geriet durch seinen Kanzler Nikolaus Krell mitten in die theologischen Auseinandersetzungen seiner Zeit. Krell hatte versucht, Sachsen dem Calvinismus zu nähern, was orthodoxe Lutheraner am Hof des Kurfürsten zu verhindern wussten.

Auktion 298: Goldprägungen/russische Münzen und Medaillen / deutsche Münzen ab 1871 – 28./29. September 2017

Zwei bedeutende Sammlungen werden unter den Goldprägungen in Auktion 298 aufgelöst. Da ist zunächst eine spektakuläre Sammlung von mehr als 250 Losen mit modernen chinesischen Prägungen, wobei der Sammler hier nicht nur Gold, sondern auch Silber findet. Zeitlich stammen sie zumeist aus den Jahren zwischen 1979 und 2014. Viele seltene und gesuchte Einzelstücke und Serien sind enthalten, so zum Beispiel das Gedenkmünzenset „Große Persönlichkeiten der chinesischen Geschichte“, das zwischen 1984 und 1993 ausgegeben wurde (Taxe: 10 000 Euro). In nur 1500 Exemplaren wurde das 5-Unzen-Stück zur chinesisch-japanischen Freundschaft anlässlich der internationalen Münzbörse in Tokio 1987 geprägt (Taxe: 7500 Euro). Noch seltener ist die Unze von 1988, die anläss­lich der 1. Münzausstellung in Hongkong in 800 Exemplaren ausgegeben wurde (Taxe: 2500 Euro). Zwei besonders spektakuläre Objekte sind die 2000 Yuan von 2008, ediert anlässlich der Olympischen Spiele in Peking, denen zusätzlich in einem repräsentativen Holzpodest ein Drache aus Jade beigegeben ist (Taxe jeweils: 7500 Euro). Für diejenigen, die sich eher für ältere chinesische Münzen begeistern können, werden zwei Proben aus Stempeln der Prägeanstalt Otto Beh, Esslingen, angeboten: 1 Dollar für die Provinz Kwangtung, 1890 hergestellt, aber ohne Jahresangabe, wohl das einzige bekannte Exemplar im Handel (Taxe: 20 000 Euro) und 10 Cents von 1897 für die Provinz Fengtien (Taxe: 5000 Euro). Die Sammlung Phoibos bildet den zweiten Schwerpunkt bei den Goldmünzen. Von A wie Albanien bis V wie Vatikan, von Münzen aus Altdeutschland (einschließlich Haus Habsburg) bis hin zu Reichsgoldmünzen, für jeden Sammler ist etwas dabei. Der Sammler hat dabei sowohl auf die Qualität als auch auf das historische Interesse geachtet. Besonders stark ist die Sammlung für die hoch seltenen Goldprägungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, aber auch aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit sind interessante Stücke vorhanden. Wir weisen in diesem Zusammenhang beispielhaft auf die Serie von rumänischen Prägungen hin. Man findet die beiden Varianten des äußerst seltenen 100-Lei-Stücks von 1939 auf den 100. Geburtstags von König Karl I. (Taxe: 15 000 bzw. 20 000 Euro) sowie die ebenfalls sehr seltenen 12 Dukaten und 100 Lei von 1940 (Taxe: 7500 bzw. 6000 Euro). Auch das Spitzenstück des Hauses Habsburg, ein zehnfacher Dukat von 1640 aus Prag in gut sehr schöner Erhaltung, kommt aus der Sammlung Phoibos (Taxe: 10 000 Euro). Schließen wir den Goldteil der Auktion mit einem Blick auf Altdeutschland. Wir beschränken uns auf die drei Spitzenstücke: • Aus Nürnberg kommt ein Dukat aus dem Jahr 1711, bei dem es sich wohl um das einzige im Handel befindliche Exemplar aus der Sammlung Klenau handelt (Taxe: 20 000 Euro). • Aus Glatz stammt ein Dukat von 1544 des Johann von Pernstein in vorzüglich–Stempelglanz. Auch dieses Stück kommt aus der Sammlung Phoibos (Taxe: 20 000 Euro). • Speyer ist vertreten mit einem höchst seltenen Doppeldukat auf die Wahl des Bischofs Heinrich Hartard Freiherr von Rollingen aus dem Jahr 1711 in vorzüglich (Taxe: 25 000 Euro). Knapp 200 Lose mit Münzen aus Russ­land werden am Nachmittag des 28. September versteigert. Kenner sollten einen besonderen Blick auf die Lots werfen, hier werden zum günstigen Preis sinnvolle Zusammenstellungen interessanter Stücke angeboten. Ein Beispiel ist eine Sammlung von 82 russischen Medaillen aus den Jahren zwischen 1702 und 1913. Darin enthalten sind überwiegend seltene und sehr seltene Stücke, zumeist mit leichten Bearbeitungsspuren, aber sonst sehr schön bis vorzüglich. Am 29. September 2017 werden die deutschen Münzen ab 1871 versteigert. Knapp 400 Lose kommen zum Ausruf, wie immer mit etlichen Seltenheiten. Besonders erwähnenswert ist diesmal das Reichssilber, wo sich zahlreiche außergewöhnliche Raritäten verstecken, so ein 5-Mark-Stück Bremen von 1904 in fast Stempelglanz aus Polierter Platte (Taxe: 35 000 Euro) und ein 2-Mark-Stück Hessen von 1876 in Polierter Platte (Taxe: 20 000 Euro).

Auktion 299: Orden und Ehrenzeichen – 29. September 2017

Schließen wir mit der großartigen Zusammenstellung von Orden und Ehrenzeichen, die Künker in der Herbst-Auktion offeriert. In den 40 Nummern mit deutschen Orden und Ehrenzeichen sind gleich zwei Pour le mérite enthalten, einer verliehen 1794 an Major Johann Sigismund von Dallwitz (Taxe: 20 000 Euro), und ein zweiter verliehen 1918 an Generalleutnant George von Engelbrechten (Taxe: 10 000 Euro). Aber vor allem die seltenen Stücke aus dem Ausland verlangen Aufmerksamkeit. So werden aus Italien das 1. Modell des Bruststerns des Königlichen Ordens beider Sizilien (Taxe: 25 000 Euro) sowie das 2. Modell der Dekoration des gleichen Ordens (Taxe: 25 000 Euro) angeboten. Spektakulärer Höhepunkt des ersten Teils der Auktion ist das 3. Modell der Ordenskollane für einen Ritter I. Klasse des Österreichisch-Kaiserlichen Ordens der Eisernen Krone (Taxe: 75 000 Euro). Der zweite Teil der Auktion umfasst Medaillen, Orden und Ehrenzeichen der Ottoman Collection, von der im Frühjahr 2017 ein erster Teil zum Thema „Europa und das Osmanische Reich“ versteigert wurde. Dieser zweite Teil verspricht genauso spannend zu werden, denn die Objekte, die angeboten werden, sind einzigartig. Fast 350 Lose kommen zum Aufruf. Darunter so herausragende Objekte wie der Bruststern 1. Klasse mit Brillanten des Mecidiye-Ordens (Taxe: 30 000 Euro), der Bruststern zum Hohen Orden der Auszeichnung (Taxe: 50 000 Euro) oder die Ordenskette mit Kleinod zum Orden der Osmanischen Dynastie (Taxe: 50 000 Euro). Vertreten sind nicht nur Stücke mit einer fünfstelligen Schätzung. Die Taxen beginnen im zweistelligen Bereich, so dass für jeden Sammler etwas dabei ist.

Alle Kataloge können bestellt werden bei Künker, Nobbenburgerstraße 4a, 49076 Osnabrück,

Tel.: 0541/96 20 20, Fax: 0541/96 20 222 oder über E-mail: service@kuenker.de.

Außerdem können die Auktionen auch online auf www.kuenker.de studiert werden.

Der Link direkt zum Auktionskatalog der 295-299 Auktion.

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