• Sylvia Karges

Schweiz: Friedrich Dürrenmatt zum 100.


Schweiz, 20 Franken „Friedrich Dürrenmatt“, Ag 835 fein, 20 g, 33 mm, Künstler: Remo Mascherini, 2021, Auflagenhöhe: 14.000 Exemplare in Normalprägung (davon 1.000 Stück im Folder) und 4.750 in PP.

Die erste Ausgabe des Jahres 2021, die am 21. Januar erscheinen wird, widmet die Swissmint dem Schriftsteller, Dramatiker und Maler Friedrich Dürrenmatt (1921-1990), der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte. Die Münzvorderseite zeigt das bekannte schweizerische Gedenkmünzdesign mit der Aufschrift CONFOEDERATION HELVETICA, dem Nominal 20 / FR und dem Ausgabejahr 2021. Auf der Münzrückseite ist der Kopf Dürrenmatts zu sehen, der den bzw. die Betrachterin zugewendet ist und von der linken Hand Dürrenmatts in der „Denkerposition“ gestützt wird. Links, von oben nach unten, findet sich ein vertikales Band auf dem DÜRRENMATT zu lesen ist und unten links finden sich seine Lebensdaten. Randläufig rechts ist die Künstlersignatur platziert, die MASCHERINI lautet und für den Künstler Remo Mascherini steht.


Geboren als Einzelkind in Stalden im Emmental, bezeichnete er seine Schulzeit als „übelste Zeit“ seines Lebens. Von 1941 bis 1946 studierte er Philosophie, Naturwissenschaften und Germanistik an der Universität Bern. Er schrieb vor allem Bühnenstücke, über die er mit Max Frisch in Kontakt kam und in den frühen 1950er Jahren arbeitete er auch an Hörspielaufträgen deutscher Rundfunkanstalten. Er gilt neben Bertolt Brecht als einer der Hauptvertreter des epischen Theaters – hier soll der oder die Zuschauerin nicht nur als passiver Konsument agieren, sondern zum eigenständigen Nachdenken angeregt werden. Mit der Tragikomödie „Der Besuch der alten Dame“ aus dem Jahr 1956 erzielte er ersten weltweiten Ruhm, den er 1962 mit dem Drama „Die Physiker“ fortsetzte. Als sein dritter und letzter Welterfolg gilt seine Komödie „Der Meteor“, die zum Teil als Selbstpersiflage Dürrenmatts aufgefasst wird. Dürrenmatt erhielt während seiner Schaffensphase u.a. 1948 den Welti-Preis, 1959 den Schillerpreis der Stadt Mannheim, 1977 die Buber-Rosenzweig Medaille, 1983 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur und 1986 den Georg Büchner Preis. Zudem wurde ihm 1969 die Ehrendoktorwürde der Temple University in Philadelphia, USA, verliehen, wie auch Ehrendoktortitel in Jerusalem und Nizza.



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