Nachbesprechung Frankfurter Münzhandlung – Auktion 153 vom 8. November 2019

11.11.2019

Erfolgreicher Auktionsstart der Frankfurter Münzhandlung Nachf. GmbH – Auktion 153 vom 8. November 2019

 

Die Auktionsnummer des Kataloges der Frankfurter Münzhandlung zeigt die Zahl 153 und lässt so die Tradition der bekannten und ehrwürdigen Firma nach 20 Jahren Unterbruch wiederaufleben. Für das bewährte Team um die Schweizer Firma SINCONA war es die erste Auktion in Deutschland unter dem Firmennamen „Frankfurter Münzhandlung Nachfolge GmbH“. So waren nicht nur der Auktionator selbst, sondern auch viele Sammler und Händler gespannt und blieben nach der ebenfalls erfolgreichen Auktion der Firma Dr. Busso Peus Nachf. im Saal, wo es am Freitagnachmittag, den 8. November, dann mit etwas Verzögerung mit der Nummer eins begann.

 

Nach einem etwas verhaltenen Start bei den antiken Münzen wurde es bei den altdeutschen Münzen und Medaillen lebhafter, im Saal und natürlich auch im Internet, und es gab durchaus bemerkenswerte Ergebnisse. Wir zählen auf:

 

  

Die Nummer 53, ein Doppeltaler 1625 von Augsburg in herrlicher Qualität wurde mit 16.000 Euro zugeschlagen.

 

  

Dieser prachtvolle Corveyer Taler 1686 unter Christoph v. Bellinghausen, die Nummer 114, erzielte 4.400 Euro.

 

  

Und der äußerst seltene Dukat 1638 der Grafschaft Hanau-Münzenberg, Nummer 128, 22.000 Euro.

 

  

Der sächsische Guldengroschen o. J. (nach 1507) auf die Generalstatthalterwürde für Friedrich III., dem Weisen, Nummer 170, hatte einen Zuschlag von 21.000 Euro.

 

Schwerpunkt dieser Auktion war die Sammlung Reichsgoldmünzen mit vielen außergewöhnlichen Erhaltungen. Hier kam es immer wieder zu „Bietgefechten“ im Saal oder zwischen dem Saal und den Interessenten im Internet. Drei Beispiele für die guten Ergebnisse sind:

 

  

Nr.317. Mecklenburg-Strelitz. 20 Mark 1873, NGC MS62. Zuschlag 22.000 Euro.

 

  

Nr. 363. Preußen. 10 Mark 1889, NGC PF67. Zuschlag 13.000 Euro.

 

  

Das Titelbild, Nr. 467. Deutsch Neu-Guinea. 20 Mark 1895, NGC MS65+. Zuschlag 52.000 Euro.

 

Nach der Serie Reichsgoldmünzen gab es dann kein einziges Rücklos mehr. Alle Stücke aus den Abteilungen „Deutsche Silbermünzen nach 1871“, „Die Gettomünzen aus Litzmannstadt“, „Die Musterbanknotensammlung des Geheimen Finanzrates Otto Karl Seifert“ und die „Orden und Ehrenzeichen“ wurden ausnahmslos zugeschlagen.

 

  

Nr. 546. Preußen. 5 Mark-Probe 1904 A. Zuschlag 9.000 Euro.

 

  

Nr. 556. Getto Litzmannstadt. 10 Mark Quittung 1943. Silberabschlag. Zuschlag 4.600 Euro.

 

  

Nr. 602. Deutsche Reichsbank. 20 Reichsmark 11. November 1924. Zuschlag 2.800 Euro.

 

   

Nr. 624. Russland. Ordensset der Kaiserlicher Ordens des Heiligen und Gesegneten Großfürsten Alexander Newski. Zuschlag 26.000 Euro.

 

Am Ende wurden Münzen, Medaillen, Banknoten und Orden für fast eine Million Euro bei einer Schätzung von 863.000 Euro zugeschlagen. Die Idee und das Angebot, auch in Deutschland und im Europäischen Wirtschaftsraum zu versteigern, wurden sehr gut angenommen, und man darf auf zukünftige Auktionen in Frankfurt gespannt sein.

 

 

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