Polen: Der Sechsgröscher

21.10.2019

20 Złoty „Münzgeschichte – Sechsgröscher von Johann III. Sobieski“, Ag 925 fein, 28,28 g, 38,61 mm, Auflagenhöhe max. 13.000 Exemplare in PP.

 

Im letzten Jahr erinnerte die polnische Münzserie zur Geldgeschichte an den Kupferschilling von Johann Kasimir (1649–1668) als Beleg für eine drastische Geldverschlechterung. Die kurze darauffolgende Regierungszeit von Michael Korybut Wisniowiecki (1669–1673) fand nun keinen Niederschlag in dieser Serie, denn für die Ausgabe dieses Jahr steht vielmehr der Sechsgröscher von Johann III. Sobieski (1629–1696) im Mittelpunkt.

 

Die Vorderseite zeigt neben der Aufschrift SZÓSTAK JANA SOBIESKIEGO den polnischen Adler und die Vorderseite des Sechsgröschers Sobieskis, der seine Büste nach rechts in einer antiken Darstellungsweise aufzeigt. Die Münzrückseite weist im Hintergrund eine Darstellung einer nach rechts ziehenden Prozession mit dem auf einem Pferd reitenden König auf, sowie die Rückseite des Sechsgröschers aus dem Jahr 1682, die neben den gekrönten Wappen und der Jahreszahl auch das Nominal in römischen Ziffern wiedergibt. Letztlich ist eine weitere, kleinere, Münzseite links im Feld ersichtlich, deren Aufschrift RZECZPOSPOLITA POLSKA 2019 lautet und die das Nominal der „Sechsgröscher”-Ausgabe, 20 ZŁ, aufzeigt.

 

Johann III. Sobieski war ab 1674 König von Polen und Großfürst von Litauen und ging zusammen mit dem sächsischen Kurfürsten als „Retter von Wien“ in die Geschichte ein: ihnen gelang es in der Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683, die türkischen Belagerer zu besiegen. Er ist bis heute sehr beliebt in Polen, zumal seine „Briefe an die Königin“ gern gelesen werden, da sie ein glückliches Familienleben dokumentieren. Die Regierungszeit des Königs stand in Bezug auf die Münzen noch unter dem Einfluss der früheren Kriege und Anleihen. Nur wenig gute Münzen waren im Umlauf, die aber ins Ausland gingen, sodass vom Greshamschen Gesetz gesprochen werden kann: schlechtes Geld verdrängte das gute.

 

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