5 Jahrhunderte Münzkabinett Dresden. Zur Geschichte einer Sammlung

28.05.2019

 

50 Seiten, farbig bebildert, Format 14,8 cm x 21 cm, Rückstichbroschur Dresden 2019.

 

Das Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zählt zu den bedeutendsten Münzsammlungen Deutschlands. Ihre Anfänge gehen auf Herzog Georg den Bärtigen (1500–1539) zurück. Eine von Hans Schwarz in seinem Auftrag gefertigte Porträtmedaille von 1518 wird gleich zu Beginn der Broschüre auf Seite 4 gezeigt (die Seiten 1 und 2 existieren nicht). Auf der Medaille ist der Herzog aber noch ohne den Bart zu sehen. Er ließ ihn sich erst nach dem Tod seiner Frau Barbara im Jahr 1534 wachsen. Die Anfänge des Sammelns unter Kurfürst August (1553–1586) und der weitere Ausbau unter Friedrich August I. (August der Starke, 1694–1733) und seinen Nachfolgern werden kurz skizziert, wobei auch auf einzelne, ausgesucht schöne Medaillen eingegangen wird.

Lustig aber durchaus berechtigt ist die in der Broschüre geäußerte Kritik am Leiter des Münzkabinetts (ab 1748), Hofrat Johann Gottfried Richter (1713–1758), der auf dem bekannten Kupferstich seinen Daumen richtig fett auf eine Medaille drückt.

Ein schier unausrottbarer Irrtum wird allerdings auch in dieser Broschüre transportiert, wenn geschrieben wird, dass die von Teubern’sche Sammlung von Karl Wilhelm Daßdorf 1801 publiziert worden sei. Daßdorf hat nur die 16seitige „historisch-litterarische Einleitung“ und das zehnseitige „Chronologische Verzeichnis der Churfürsten Sachsens“ verfasst, der eigentliche Katalogteil der Seiten 1 bis 372 stammt nicht aus seiner Hand.

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