Staatliche Münze Berlin würdigt Ada Lovelace im Rahmen ihrer Bitcoin-Serie

14.05.2019

Ada Lovelace, 4. Ausgabe innerhalb der Bitcoin-Serie der Staatlichen Münze Berlin, 35 mm, 16 g, Nordic Gold, Auslieferung in Kunststoffkapsel, 2019.

 

Die vierte Ausgabe der Bitcoin-Serie der Staatlichen Münze Berlin erinnert an die britische Computerpionierin Ada Lovelace (1815-1852).  Auf der Vorderseite ist innerhalb eines kreisrunden mittleren Feldes das wohl berühmteste Abbild Lovelaces zu finden, das heißt ein Ausschnitt von diesem.

 

 Portrait Ada Lovelaces in Wasserfarben, ca. 1840, wird dem Maler Alfred Edward Chalon zugeordnet. Bildquelle: Wikimedia.

 

So ist ein nach links gewandtes Schulterbild Lovelaces ersichtlich, wobei sich ihr Kopf jedoch dem Betrachter zuwendet. Die randläufige Umschrift liest ADA LOVELACE und COMPUTER PIONEERS (Computerpioniere). Der äußere Ring ist mit Speicherschaltkreisen dekoriert, wie auch der äußere Ring der Rückseite, wo sich im mittleren kreisrunden Feld ein Bitcoin-Logo befindet. Das kreisrunde Feld erscheint dabei geachtelt, was durch sich abwechselnde hellere und dunklere Felder hervorgerufen wird. Im rechten und linken Feld, auf den Positionen 3 h und 9 h befinden sich jeweils drei Zeilen Schrift: KNETE / IS / KNORKE (berlinerisch für: Geld ist super) und IN ECB / WE / TRUST (Wir glauben an die Europäische Zentralbank). Und schließlich liest sich unterhalb des mittigen Logos BITCOIN.

Die Mathematikerin Lovelace gilt als erste Person, die als Programmiererin bezeichnet werden kann. Sie schrieb das wohl erste, wenn auch nur theoretische, Computerprogramm innerhalb eines Kommentars über die vom britischen Universalgelehrten Charles Babbage (1791-1871) entwickelte „Analytical Engine“, einer mechanischen Rechenmaschine mit drei verschiedenen Lochkarten: für arithmetische Operationen, für numerische Konstanten und für Lade- und Speicheroperationen.

 

 Das Original Diagramm Lovelaces zur Berechnung von Bernoulli-Zahlen auf Babbages „Analytical Engine“. Bildquelle: Wikimedia.

 

Den von ihr entwickelten Algorithmus zur Berechnung von Bernoulli-Zahlen schrieb sie zur Anwendung auf Babbages „Analytical Engine“, die jedoch aufgrund von finanziellen Hürden nie gebaut wurde. Im frühen 20. Jahrhunderts wurden zwar einige Bestandteile gebaut, schnell geriet die Maschine aber in Vergessenheit. Wer dann schließlich den ersten Computer gebaut hat, ist noch immer umstritten. Hier stehen Namen wie Alan Turing (1912-1954), Konrad Zuse (1910-1995), John von Neumann (1903-1957), u. a. im Raum. Nicht umstritten sind die möglichen Herkunftsländer, in denen der Computer unabhängig voneinander entwickelt und gebaut wurde: Deutschland, England, USA. 

Für Babbages „Analytical Engine“ gibt es jedoch im Rahmen des britischen Projekts Plan 28 das Bestreben, diese nun endlich zu seinem 150. Todestag, also 2021, nach den umfangreich vorhandenen Aufzeichnungen zu bauen. Dann könnte darauf auch Lovelaces Algorithmus laufen!

Mit der Bitcoin-Serie COMPUTER PIONEERS würdigt die Münze Berlin Computerpioniere. So sind bereits Konrad Zuse und Heinz Nixdorf geehrt worden, wie auch die Serie an sich mit einem Sammlerobjekt. Sie stellt Menschen vor, die in der Entwicklung von Computern im Bereich der Hardware, Software sowie der allgemeinen Informatik eine Vorreiterrolle einnehmen, etwas Bahnbrechendes geleistet und damit weiteren wissenschaftlichen Arbeiten und Erkenntnissen den Weg geebnet haben. Die Verwendung des Namen Bitcoin als Namen für die Serie begründet die Münze unter anderem folgendermaßen: „Mit dieser Bitcoin können Sie alles, außer Einkaufen. Die Bitcoins der Münze Berlin sind kein Geld und haben damit fast genauso wenige Zahlungsmittelfunktionen wie digitale Bitcoins. Laut Deutscher Bundesbank handelt es sich bei Bitcoins mehr um ein Spekulationsobjekt als um ein Zahlungsmittel.“

 

 

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