Kirgisien ehrt Tschingis Aitmatow

13.03.2019

An den 1928 in Kirgisien geborenen Schriftsteller Tschingis Aitmatow, der hauptsächlich in Russisch schrieb, erinnert eine Gedenkmünze zum 90. Geburtstag aus seinem Heimatland, den er allerdings nicht erlebte. Er starb am 19. Juni 2008 in Nürnberg infolge einer schweren Lungenentzündung. Aitmatow hatte viele Staatsämter in der UdSSR inne, aber war zugleich mutig, was Ideen und Kritiken am System anbelangte. Er unterstützte Gorbatschow und ging 1990 als Botschafter nach Luxemburg. Später arbeitete er für Kirgisien als Botschafter in Frankreich und den Benelux-Staaten und lebte in Brüssel. Was seine Bekanntheit angeht, so muss man davon ausgehen, dass er in der DDR sehr großen Zuspruch fand, weil seine Botschaften bei den Intellektuellen ankamen.

Die Münze zeigt ein weißes Schiff auf dem Issyk-Kul-See und stilisierte Berge auf der Vorderseite. Es hat Bezug zum Buch „Der weiße Dampfer“, das 1970 in Moskau erschienen ist.

Aitmatow wird in seiner Heimat, aber auch in Russland bis heute verehrt, denn er beschrieb als Zeitzeuge die Probleme der Sowjetgesellschaft, die – ähnlich wie in der DDR und anderen „realsozialistischen Ländern“ – niemals in der Presse oder anderen Medien geschildert wurden. Daher wird man sich sicher auch in der Zukunft an ihn und seine Bücher erinnern, nicht nur in Kirgisien.

 

 

Kirgisien, 20 Som 2018 „90. Geburtstag von Tschingis Aitmatow“

Ag 925 fein, 28,28 g, Ø 38,61mm

5000 Exemplare in Polierter Platte

 

 

Ein von Tschingis Aitmatow signiertes Exemplar seines Erfolgswerkes „Der weiße Dampfer“

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