Österreich: 200 Jahre „Stille Nacht“ (1818-2018)

30.10.2018

Österreich, 20 Euro 2018 „Stille Nacht, heilige Nacht“, 925er Silber, teilweise farbig, leuchtet im Dunkeln nach, 22,42 g, 34 mm, 30.000 Ex. in PP

Die Münze wird am 7. November 2018 ausgegeben.

 

Am 24. Dezember 1818 erklang zum ersten Mal das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“, und zwar im Salzburger Land. Heute zählt dieses Lied zu den bekanntesten Weihnachtsliedern weltweit. Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, prägte die Münze Österreich eine 20-Euro-Münze aus Silber, farbig, deren Stern von Bethlehem im Dunklen nachleuchtet.

Die Wertseite zeigt links die Stille-Nacht-Kapelle in einer verschneiten Landschaft. Sie steht an der Stelle der ehemaligen Kirche St. Nikola in Oberndorf, Salzburg.

Auf der anderen Seite sieht man im Hintergrund die Weihnachtskrippe, vor der „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ das erste Mal erklungen war. Herausgehoben und in den Vordergrund gestellt sind die Krippenfiguren Maria, Josef und das Christuskind; sie sind prunkvoll gekleidet. Die Krippe befindet sich nunmehr im Museum Volkskundehaus in Ried im Innviertel. Schriftbänder mit dem Text „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ begrenzen die Szene.

 

 

Wer weiß am besten, was auf eine Münze passt? Wer designt sie?

Hier spielt Steyr in Oberösterreich eine zentrale Rolle. Was wäre die Münze Österreich ohne die dortige Fachschule für Metalldesign? Kommen doch alle vier Graveure und Graveurinnen von dort. Sie zeichnen für die Designs und die kunsthandwerklich perfekte Umsetzung verantwortlich und nehmen entscheidend Einfluss, wie die fertige Münze aussehen wird. Diese erste Phase der Münzproduktion endet mit der Grobauswahl von Ideen, die dann von unseren Designern, den Graveuren, in ersten Skizzen zusammengefasst und verbildlicht werden. Hier zeigt sich, was auf einer Münze gut zur Geltung kommt, was die Münze besonders attraktiv macht. Auch für die „200 Jahre Stille Nacht“-Münze haben wir uns Besonderes einfallen lassen.

 

 

Von der Skizze zum Modell

Der ausgewählte Entwurf wird von Hand bis ins kleinste Detail fein gezeichnet und dient als Grundstock für die weitere Arbeit der Graveure.

Erst wenn an der Zeichnung nichts mehr zu verbessern ist, folgen die nächsten Schritte: Dann wird der Entwurf der „Stille Nacht“-Münze in akribischer Handarbeit in Wachs modelliert. Dazu wird Wachs auf eine Aluminiumfläche aufgetragen und mit speziellen Modellierhölzern bearbeitet. Die zweidimensionale Zeichnung nimmt so weiter Gestalt an und erhält ihre plastische Form. Jedes Detail ist wichtig, jeder kleinste Strich muss sitzen. Denn je detaillierter das Modell, umso beeindruckender werden auch alle mit dem Werkzeug gefertigten „Stille Nacht“-Münzen aussehen.

 

 

Eine Herausforderung liegt darin, dass am Modell das Relief an seiner höchsten Stelle nicht mehr als 1,5 mm hoch sein darf. Es erfordert jahrelange Übung und viel Talent, um unter diesen engen Rahmenbedingungen einen räumlichen Eindruck zu erzielen.

Im nächsten Schritt am Weg zur „Stille Nacht“-Münze wird von jedem Wachsmodell ein Abguss hergestellt. Man erhält so ein Negativ-Modell, in dem weitere Bearbeitungsschritte vorgenommen werden können, bis dieses Negativ-Modell erneut in Gips gegossen wieder zum Positiv-Modell wird. Dieser Vorgang wird so lange wiederholt, bis das dreidimensionale Gipsmodell ein perfektes und makelloses Münzbild zeigt.

Auf dem Weg zum fertigen Prägestempel sind dann auch nicht nur Maschinen tätig, sondern letzte Arbeiten und Prüfungen sind die Aufgabe erfahrener Mitarbeiter, die auch wissen, dass die Sammler höchste Ansprüche stellen.

 

 Alle Bilder: muenze-oesterreich_eugnie-sophie-berger

 

 

 

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