Éditions Victor Gadoury, Monaco Vorbericht zur Auktion am 16. und 17. November 2018

16.10.2018

Beeindruckende Sammlung von Münzen der Casa Savoia mit bester Provenienz

 

Höhepunkt der Gadoury Auktion 2018 ist eine umfangreiche Sammlung von numismatischen Raritäten der Casa Savoia (Haus Savoyen). Aber das ist nicht alles: Wer Gold sammelt, findet hier sehr große Auswahl von antiken Goldmünzen bis zu modernen Münzen, vor allem aus Frankreich, Italien und Monaco. Es ist schon eine ganz besondere Auktion, die Auktion, die Éditions Victor Gadoury für 2018 zusammengestellt hat. Sie enthält eine ganze Reihe von Kabinettstückchen, und das von der Antike bis zur Neuzeit. Besonders die beeindruckende Serie römische Goldmünzen wird bei den günstigen Schätzungen viele Bieter nach Monaco locken, das nebenbei auch im November großartiges Wetter zu bieten hat. Und wenn es noch ein zusätzliches Argument braucht: Am Sonntag, dem 18. November 2018, findet die traditionelle „Grande Bourse“ statt, eine internationale Börse für Briefmarken, Münzen und Postkarten. Der Höhepunkt der Ga­doury-Auktion ist eindeutig eine 350 Lose umfassende Sammlung von Münzen der Casa Savoia, die seit dem Hochmittelalter über Savoyen und Piemont herrschte und von 1861 bis 1946 die Könige von Italien stellte. Es handelt sich nicht einfach nur um spektakuläres Material. All diese Münzen haben dazu eine beeindruckende Provenienz.

 

Casa Savoia – eine Sammlung aus königlichem Besitz

 

Beginnen wir deshalb zur Abwechslung nicht mit der Antike, sondern mit dieser einmaligen Sammlung. Zeitlich reicht sie von einer Münze des Urenkels des Gründers der Dynastie, Umberto II. (1080 bis 1103), bis zu den Münzen, Medaillen und Auszeichnungen aus der Regierungszeit von Viktor Emanuel III. Wir stellen im Vorbericht fünf ausgewählte Exemplare vor. Sie stehen für eine reiche Vielfalt an großen Raritäten. Natürlich sind nicht alle Münzen im vier- und fünfstelligen Bereich angesiedelt. Seltene, ungewöhnlich gut erhaltene Kleinmünzen sind bereits ab 50 Euro zu haben. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts ließ Karl I. (1482– 1490) Dukaten in Turin prägen, die, ganz der Mode der Zeit entsprechend, sein Porträt zeigten. Er gab damit das erste Porträt in Auftrag, das wir von den Münzen der Casa Savoia kennen. Wir sehen einen sehr jungen Mann, und das entspricht der Realität: Karl (Carlo) wurde mit 14 Jahren Herrscher von Savoyen und starb bereits kurz vor seinem 22. Geburtstag, nachdem er es gerade noch geschafft hatte, einen Thronfolger zu zeugen. Nur drei Exemplare kennt man von dieser schweren Goldmünze zu 10 Scudi, die 1610 in Turin entstand. Auftraggeber war Carlo Emanuele I., den zumindest alle Einwohner der französischen Schweiz kennen. Ihm misslang 1602 die berühmte Escalade, deren Scheitern in Genf noch heute jedes Jahr gefeiert wird. Eine äußerst seltene Quadrupla wurde 1634 in Turin im Auftrag von Viktor Amadeus I. geprägt. Wer sich die Rückseiteninschrift genau ansieht, bemerkt, dass der Herzog sich hier als König bezeichnet. Er erhob nämlich seit 1632 Anspruch auf den Titel eines Königs von Zypern und Jerusalem. Gadoury kann sowohl den Carlino da 5 Doppie als auch den halben Carlino da 2,5 Doppie anbieten, der 1755 bzw. 1757 mit dem Porträt Karl Emanuels III. in Turin geprägt wurde. Der nennt sich auf dieser Münze zusätzlich zu den schon bekannten Titeln König von Sardinien. Diese Herrschaft hatte sein Vater gewonnen. Savoyen hatte in den Kriegen Ludwigs XIV. das Zünglein an der Waage gespielt und ging als ein großer Gewinner aus diesen militärischen Auseinandersetzungen hervor: Die Gebietszuwächse und eine Standeserhöhung katapultierten die Casa Savoia in die europäischen Mittelmächte. Zu den seltensten Prägungen, die wir vom vorletzten König der Casa Savoia kennen, gehört sicherlich die Probe zum 100-Lire-Stück von 1910. Sie zeigt einen Büsten- und Rückseitentyp, der für die Umlaufprägung übernommen wurde. Viktor Emanuel tritt uns als spartanisch gekleideter General entgegen. Auf der Rückseite wird die Personifikation der Italia beim Pflügen des Bodens gezeigt. Ein original erhaltenes Etui, das als Preis für die Verbesserung der landwirtschaftlichen Methodik ausgelobt wurde, enthält alle Gold-Prägungen von 1912 mit diesem Motiv (10, 20, 50 und 100 Lire). Es wird gleich als die folgende Nummer angeboten.

 

Griechische und keltische Münzen

 

Und damit kehren wir zurück an den Beginn der Auktion, die am 16. November um 14.00 Uhr startet. Zeit genug zur Losbesichtigung am Vormittag. Zuerst wird eine kleine Partie griechischer und keltischer Münzen ausgerufen, die meis­ten davon aus Gold. Besonders selten ist ein 25-Litren-Stück der etruskischen Stadt Populonia, das zwischen 350 und 300 v.Chr. entstand.

 

Römisches Gold vom Feinsten

 

Mit Nummer 30 beginnt die Abteilung römischer Münzen. Besonders bemerkenswert ist die hohe Zahl von ausgezeichnet erhaltenen Aurei und Solidi, darunter seltene Prägungen mit interessanten Rückseiten von nicht oft gesehenen Kaisern und ihren Verwandten. Viele von ihnen wurden von NGC gegradet. Ein Beispiel ist der sehr seltene Aureus, den Kaiser Traianus für seine Gattin Plotina prägen ließ. Diese Kaiserin sollte noch Geschichte machen. Sie ermöglichte Hadrianus, den Thron zu besteigen. Von Hadrianus finden wir einen Aureus mit einer äußerst seltenen Rückseite, der auf die glückliche Zeit anspielt, die mit der Herrschaft des Hadrianus begonnen hatte. SAE C [VLVM] AVR[EVM] (= das Goldene Zeitalter) steht unter der Darstellung des Kaisers zu lesen. Er hält in der rechten Hand eine Weltkugel, auf der ein Phönix sitzt. Umgeben ist er von Ouroboros, der Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt und so die Ewigkeit symbolisiert. Ob ein perfekter Aureus auf den Tod des Antoninus Pius, vielleicht das schönste Exemplar, das wir bis heute kennen (Nr. 134; Taxe: 18 000,– Euro), ob ein Aureus des Commodus mit der seltenen Rückseite des eine Trophäe schulternden Mars (Nr. 141; Taxe: 25 000,– Euro), ob ein Aureus des Traianus Decius, der in mageren Zeiten von der Fülle spricht und Uberitas darstellt (Nr. 169; Taxe: 12 000,– Euro), ob ein Aureus des Diocletianus mit der äußerst seltenen Rückseitendarstellung der drei siegreichen Schicksalsgöttinnen, der geprägt wurde, nachdem Diocletianus seine Herrschaft mit Maximianus geteilt hatte (Nr. 176; Taxe: 10 000,– Euro), wonach Sie auch suchen, die Auktion Gadoury bietet ein mehr als reiches Angebot. Vor allem für die Endphase des weströmischen Reichs ist die Auswahl an Goldmünzen beeindruckend. Viele selten angebotene Herrscher sind in der Auktion mit einem Solidus vertreten: So Maiorianus (Nr. 360; Taxe: 8000,– Euro), Libius Severus (Nr. 361; Taxe: 6000,– Euro), Ricimer im Namen Leos I. (Nr. 363; Taxe: 4000,– Euro) und Anthemius (Nr. 379; Taxe: 5000,– Euro).

 

Raritäten des Frühmittelalters

 

Überhaupt ist die Münzprägung zwischen Antike und Mittelalter hervorragend vertreten. Wir finden Münzen der Invasoren des weströmischen Reichs, wie Odovacar oder Theoderich. Und auch wer Merowinger sammelt, sollte genau hinsehen. Die beiden Städte Marseille und Banassac sind mit zahlreichen Prägungen vertreten. Während noch heute jeder Marseille kennt, wissen nur die wenigsten, dass die kleine südfranzösische Gemeinde Bannasac mit ihren 800 Einwohnern einst ein merowingisches Zentrum war. 45 Lose mit byzantinischen Münzen und acht Prägungen der Lombarden schließen das Frühmittelalter ab. Hervorzuheben ist ein unpublizierter Tremissis des 8. Jahrhunderts, geprägt in Pistoia, dessen außergewöhnliche Qualität allein schon reichen würde, um ihn zur Attraktion einer Lombarden-Sammlung zu machen.

 

Monaco – eine Spezialität von Gadoury

 

Wie immer kann Gadoury eine umfassende Auswahl an Münzen aus Monaco bieten. Das Glanzstück ist ein unpublizierter halber Écu (= 30 Sols) von Ludwig I. aus dem Jahr 1663, also ein Jahr nachdem er die Herrschaft angetreten hatte. Ludwig I. gelangte zu internationaler politischer Bedeutung, als ihn der französische König Ludwig XIV. 1668 zu einem Pair de France machte, ihn also in den französischen Hochadel aufnahm.

 

Goldraritäten aus aller Welt

 

Natürlich sind es nicht nur Goldmünzen, die bei Gadoury angeboten werden, aber das Gold überwiegt! Und es sind ein paar unglaubliche Raritäten von größter historischer Bedeutung, die man beim Blättern im Katalog finden kann. So zum Beispiel eine Goldmedaille, die im Auftrag der Republik von Kolumbien für Lucien Napoléon Bonaparte Wyse geprägt wurde. Der Großneffe Napoleons I. erwirkte die Erlaubnis, den Panama-Kanal zu bauen und zu betreiben. Nachdem die französischen Bemühungen gescheitert waren und die USA versuchten, das Projekt an sich zu reißen, schrieb Bonaparte Wyse einen offenen Brief an Roosevelt, um die amerikanische Öffentlichkeit auf das verbrecherische Agieren ihrer Regierung aufmerksam zu machen. Roosevelt antwortete mit einer militärischen Intervention, die zur Gründung der Republik von Panama führte. Und damit konnte der Kanal gebaut werden. Kolumbien dankte Bonaparte Wyse für seine Unterstützung mit einer Goldmedaille, eben dem Stück, das in Auktion Gadoury angeboten wird. Und dies ist nur ein Beispiel von vielen. Von Albanien bis Zaire – es ist wirklich für jeden Sammler etwas enthalten. Wir können an dieser Stelle nur die Gebiete angeben, von denen umfangreichere Se­rien im Katalog enthalten sind:

 

Österreich (Lose 557 bis 628): 

Vor allem das 19. und 20. Jahrhundert sind umfangreich vertreten.

 

Frankreich (Lose 721 bis 1025):

Das Spektrum reicht von den Karolingern bis zu modernen Prägungen, wie bei Gadoury üblich finden sich zahlreiche Proben und Piéforts.

 

Italien (Lose 1103 bis 1433):

Enthalten sind viele Prägungen aus napoleonischer Zeit, außerdem eine umfangreiche Sammlung von Münzen und Medaillen des Kirchenstaats mit großen Seltenheiten, aber auch günstig geschätzten Losen ab 50 Euro. Unter Italien wird auch eine Serie von Münzen der Stadt Venedig aufgelöst, in der sich einige große Seltenheiten finden.

 

Russland (Lose 1857 bis 1889).

 

Tschechoslowakei (Lose 1906 bis 1920):

Der Schwerpunkt der Serie liegt bei den großen Seltenheiten aus der Zeit vor der Annexion durch das Deutsche Reich.

 

USA (Lose 1928 bis 2003):

Der Kenner findet zahlreiche Raritäten, gegradet und ungegradet. Sie können den Katalog bestellen bei Éditions Victor Gadoury, 57, rue Grimaldi, 98000 Monaco; Telefon: 00377/93251296; Fax: 00377/93501339; E-Mail: contact@gadoury.com. Im Internet finden Sie ihn unter www.auction.gadoury.com, www.sixbid.com, www.numisbids.com, www.bidinside.com und www.drouotlive.com und www.biddr.ch. Selbstverständlich ist auch Live-bidding am heimischen Computer möglich!

 

Klicken Sie sich hier bitte durch einige Highlights unserer Auktion:

 

 

 

Editions Victor Gadoury

57, rue Grimaldi

MC98000 - MONACO 


Tel.: 00 377 93 25 12 96

Fax: 00 377 93 50 13 39

contact@gadoury.com

www.gadoury.com

 

 

 

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