Martin Leibfried: Fürstenpaare aus fünf Jahrhunderten auf Medaillen und Münzen. Band 2: 1850–1899

27.02.2017

 

 

434 Seiten, durchgängig farbig bebildert,

Format 21,5 cm x 29,7 cm, Festeinband,

Auerbach 2016. Preis: 99,90 Euro.

ISBN: 978-3-95735-050-3

 

Der erste Band dieser Trilogie wurde in der Ausgabe 2/2017 dieser Zeitschrift vorgestellt. Nunmehr folgte in kurzem zeitlichem Abstand der Band 2, der die entsprechenden Münzen und Medaillen des Zeitraums 1850 bis 1899 präsentiert. Während der erste Band einen Zeitraum von 230 Jahren umspannt, kommt der zweite Band schon mit nur einem 50-Jahres-Zeitraum auf fast den gleichen Umfang. Allein das demonstriert sehr deutlich, in welchem Maß die Paar-Darstellungen auf Münzen und Medaillen zugenommen haben.

Der Aufbau des Bands 2 folgt natürlich den Kriterien, die mit dem Band 1 vorgegeben worden sind, das heißt, das entscheidende  Ordnungsprinzip ist das Jahr, das auf der Münze bzw. in der Mehrzahl der Fälle auf der Medaille genannt wird. Bei der Arbeit mit dem Werk helfen darüber hinaus noch verschiedenen Register: Register der Fürsten, Register der Fürstinnen nach Herkunft, Register der Medailleure/Hersteller sowie ein Sachregister. Mit letzterem sind Themen erfaßt, die neben den Paaren auf den Prägungen aufscheinen, z. B. Bauwerke, Brücken und Tunnel, Geburt und Taufe, Krieg und Frieden, Stadtansichten, um nur einige zu nennen. In den Registern kommt zum Ausdruck, wie systematisch der Autor vorgegangen ist. Schon ab dem Band 1 decken die Register alle drei Bände ab.

Generell ist die Informationsbreite hervorzuheben. Bei den Prägungen sind ja nicht nur die üblichen numismatischen Parameter gebracht worden. In zahlreichen Fällen geht der Verfasser auch auf die abgebildeten Personen ein, nennt die Prägeanlässe, beleuchtet die familiären Zusammenhänge und oft auch die geschichtlichen Hintergründe sowie kunsthistorische und gesellschaftliche Aspekte. Die Bände sind daher nicht nur Kataloge, sondern laden auch zum Blättern und Weiterlesen ein. Unterstützt wird das durch die klare Typografie und die in guter Qualität vorhandenen Abbildungen.

Daß die immer wieder von Sammlern gewünschten Preise nicht vorhanden sind, ist nachvollziehbar. Bei vielen Stücken ist das Vorkommen viel zu „dünn“, so daß man keine vernünftigen Preise daraus extrahieren kann. Dafür hat der Verfasser aber eine Rubrik „Seltenheit“ eingefügt, die jeweils erkennen läßt, ob es sich um ein häufiges, seltenes oder sehr seltenes Stück handelt.

Der Preis pro Band ist zugegebenermaßen straff. Betrachtet man jedoch das gesamte Erscheinungsbild und die Informationsfülle, so ergibt sich ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis. Die Bände können daher den Sammlern empfohlen werden.

Der Bezug ist über den Münz- oder Buchhandel bzw. über den Verlag möglich: Verlag Wissenschaftliche Scripten, Kaiserstraße 32, 08209 Auerbach/V., Telefon: 03744-224197, E-mail: info@verlag-wiss.-scripten.de

 

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