Martin Leibfried: Fürstenpaare aus fünf Jahrhunderten auf Medaillen und Münzen. Band 1: 1620–1849

12.01.2017

 

488 Seiten, durchgängig farbig bebildert,
Format 21,5 cm x 29,7 cm, Festeinband,
Auerbach 2016. Preis: 99,90 Euro.
ISBN: 978-3-95735-049-7

 

Mit diesem Werk wird der erste von drei Bänden vorgelegt, die das Thema der Darstellung von Fürstenpaaren auf Münzen und Medaillen behandeln. Der erste Band umfaßt den Zeitraum 1620 bis 1849, Band 2 wird den Abschnitt 1850 bis 1899 und der abschließende 3. Band den von 1900 bis 2011 umfassen.
Im ersten Band werden über 620 Münzen und Medaillen plus über 100 Materialvarianten aus aller Welt des Zeitraums von 1620 bis 1849 mit der Darstellung von Fürstenpaaren gezeigt. Das Thema „Paare auf Münzen und Medaillen“ wurde dabei umfassend aufgefaßt, es wurden also nicht nur Hochzeiten und Ehejubiläen, sondern sämtliche geprägten Stücke aufgenommen, bei denen Paare auf der Münze oder Medaille im Bild erscheinen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Paar gemeinsam auf einer Seite oder auf Vorder- und Rückseite verteilt erscheint. Jede Münze bzw. Medaille wird mit Vorder- und Rückseite in guter Qualität abgebildet und sorgfältig beschrieben. Mit Verweisen werden auch verwandtschaftliche Bezüge hergestellt. Zu den Prägeanlässen und den technischen Daten (Material, Durchmesser, Gewicht) sowie Seltenheitsangaben werden auch entsprechende zusätzliche Hintergrundinformationen gegeben.
Die Prägungen sind nicht nach Ländern, sondern chronologisch angeordnet. Das ist sehr sinnvoll, weil ja nicht selten aus dem ersten Eindruck nicht klar wird, aus welchem Land die Prägung stammt. Zusätzlich zur chronologischen Abfolge erleichtern Register mit den Namen der Paare sowie der Medailleure die Suche in dem Katalog. Erfreulicherweise hat der Autor den zeitlichen Rahmen nicht zu eng ausgelegt. So erscheint beispielsweise auch eine 1931 geprägte Medaille von Karl Goetz auf den 100. Todestag der Herzogin Auguste von Sachsen-Coburg-Saalfeld im Katalog, zu der interessante Hintergrundinformationen zu den dynastischen Verflechtungen der Kinder der Herzogin, einer geborenen Prinzessin Reuß, geliefert werden.
Nach Angaben des Verfassers und des Verlags wurde besonderer Wert auch auf die Erfassung und Beschreibung kleiner und weniger wertvoller Medaillen und Münzen gelegt, die aus betriebswirtschaftlichen Gründen bei Auktionen und in Lagerlisten häufig in Lots untergehen.
Ein weiteres Ziel war es auch, die bisher vorhandene Literatur, in der – bedingt durch ihr Erscheinen vor oder kurz nach 1900 – die Stücke gar nicht oder nur teilweise abgebildet sind, durch Abbildungen zu ergänzen.
Damit findet sich in diesem Werk für den nicht nur numismatisch, sondern auch geschichtlich  interessierten Sammler eine Fülle von Informationen, die nutzerfreundlich aufbereitet sind.

 

Münzen & Sammeln 2017/01

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