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Teutoburger Münzauktion: Vorschau zur 173. Auktion

Die 173. Auktion vom 7. bis 11. September 2026 besteht wieder aus drei Katalogen. Teil 1 sind dieses Mal die Banknoten und Briefmarken, diese werden am Montag, dem 7. September versteigert. Teil 2 ist wieder ein umfangreicher Goldbereich mit Anlagegold aus aller Welt, altgriechischen Elektron-Münzen, Raritäten aus Polen, Russland, Italien, Altdeutschland, Reichsgold, usw., aber auch Luxusuhren und Schmuck. Sie werden am Dienstag, 8. September 2026 versteigert. Eine DDR-Materialprobe aus Gold von der Ausgabe zu 10 Mark (1985) zum 40. Jahrestag der DDR befindet sich in Teil III des Kataloges (Los 4171). Die Versteigerung von Teil 3, dem Hauptkatalog, beginnt am Dienstag, dem 8. September am Nachmittag mit China & Südostasien und exotischen Antiquitäten. Es folgen antike Münzen mit vielen altgriechischen Tetradrachmen und einigen Ausgrabungsgegenständen.


Im Bereich ausländischer Münzen aus aller Welt kommt unter anderem eine bedeutende Sammlung russischer Münzen und Medaillen (u.a. der Ganggut-Rubel) zum Ausruf. Bei den habsburgischen Erblanden und der Abteilung Altdeutschland ist ein außergewöhnliches Angebot an alten Talern und Mehrfachtalern vorhanden, allen voran eine numismatische Sensation, der zuvor in der Literatur anscheinend vollkommen unbekannte dreifache Reichstaler 1588 von Hessen-Marburg, bei dem es sich sehr wahrscheinlich um ein Unikat handelt. Nach den Medaillen (hier eine riesige Auswahl verschiedenster Thematik aus einem belgischen Händler-Nachlass) ist der moderne deutsche Bereich ab 1871 nach Jaeger sehr breit vertreten, besonders mit Seltenheiten der Bundesrepublik und Proben/Verprägungen. Lots und Sammlungen schließen wie immer den numismatischen Bereich ab. Am Ende der Auktion kommen Orden und Ehrenzeichen, Militaria (viele Blankwaffen) und diverse Kleinantiquitäten zur Versteigerung.


Hier einige Bildbeispiele:


Ausländische Goldmünzen und -medaillen, Russland, Elisabeth I., 1741-1761

Ausbeute-Dukat 1753, Roter Münzhof. St. Andreas. 3,46 g.

sehr schön/vorzüglich, min. gewellt, äußerst selten

Bitkin 40. Friedberg 111. Müseler -. Taxe: 10.000 Euro


Ausländische Goldmünzen und -medaillen, Russland, Katharina II., 1762-1796

10 Rubel 1766, St. Petersburg. Portrait narrow. 12,96 g.

gutes vorzüglich, sehr selten in dieser Erhaltung

Bitkin 12 (R). Friedberg 129a. Diakov 123. Taxe: 5.000 Euro


Ausländische Goldmünzen und -medaillen, Russland, Peter I. 1682-1725

2 Rubel 1720, Roter Münzhof. 4,06 g.

sehr schön, sehr selten

Bitkin 78 (R1). Friedberg 91. Taxe: 7.500 Euro


Ausländische Goldmünzen und -medaillen, Russland, Nikolaus I., 1825-1855

6 Rubel PLATIN 1831, St. Petersburg. 20,62 g. Auflage nur 2781 Ex.

fast vorzüglich, winz. Kratzer, äußerst selten

Bitkin 57 (R2). Taxe: 7.500 Euro


Ausländische Goldmünzen und -medaillen, Italien-Florenz, Republik

2 Fiorini d'Oro o.J.(1504/1531). S IOAN - NES B Wappen F. Johannes der Täufer und Christus bei der Taufe im Jordan / +FLOR - ENTIA. Lilie. 6,95 g.

sehr schön, leichte Bearbeitungsspuren am Rand, von größter Seltenheit

Friedberg 278. Taxe: 7.500 Euro


Ausländische Goldmünzen und -medaillen, Italien-Piedmont (Casale), Guglieimo II. Paleologo,

1494-1518

Doppio ducato. Zecca di Casale o.J. GVLIELMVSÆ MARÆ MONTÆ FERÆ ZC (Var. C außerhalb des Kragens) Büste mit Barett und Medaillon um den Hals n.l./SA - CRIÆ ROÆ IMPÆ ÆPRINCÆ VICAÆ - PP Viergeteiltes Wappen mit Herzschild.

6,91 g. fast vorzüglich, Felder der Vs. verm. min. überarbeitet, von größter Seltenheit

MIR 178. Varesi 178. Friedberg 165. CNI II 103,9. Taxe: 7.500 Euro


Ausländische Goldmünzen und -medaillen, Italien-Mailand, Ludovico Maria Sforza, 1481-1494

Doppio Ducato o.J. IOGZ · M · SF · VICECOMES · DVX · MLI · SX · Gepanzerte Büste des Herzogs n. r./LVDOVICVS · PA – TRVVS · GVBERANS Gepanzerte Büste des Regenten n.r. 6,37 g.

Feilspuren am Außenrand und Vs. etwas überarbeitet, sonst gutes sehr schön, von größter Seltenheit

Friedberg 695. MIR 219. Crippa 1. Taxe: 5.000 Euro


Ausländische Goldmünzen und -medaillen, Belgien, Leopold II., 1865-1909

Goldmedaille 1895 von P. Hermans. Grand Prix de Rome, verliehen an den Künstler Jean Delville (1867-1953) von seiner Heimatgemeinde Forest (Vorst) bei Brüssel. 51 mm; 34,63 g. 750/1000.

vorzüglich/Stempelglanz, von größter Seltenheit

Diesen begehrten und prestigeträchtigen Preis erhielt Delville für das Gemälde "Le Christ glorifié par les enfants" (heute in der Académie des Beaux-Arts in Antwerpen). Taxe: 3.500 Euro


Reichsgoldmünzen, Schaumburg-Lippe, Georg, 1893-1911

20 Mark 1904 A. vorzüglich/Stempelglanz aus Polierte Platte

Jaeger 285. Taxe: 4.000 Euro

Altdeutsche Münzen und Medaillen, Hessen-Marburg, Ludwig IV., 1567-1604

Dicker dreifacher Reichstaler 1588, Gladenbach, Münzmeister Hildebrand Rucke, von den Stempeln des Talers. +LVDOVI D G LANDGRA HASSIAE CO IN CATZEN. Brustbild im Wams mit Halskrause fast v.v., daneben 15 - 88/ICH GETRAWE GOT IN ALLER NOTH. Vierfeldiges Wappen mit dem hessischen Löwen als Mittelschild, oben der hessische Landgrafenhelm zwischen den Helmen von Katzenelnbogen und Ziegenhain. 86,35 g. sehr schön/vorzüglich, min. Schrötlingsriß, kl. Randfehler, von größter Seltenheit, vermutlich Unikum

Schütz vermerkte die Existenz eines dreifachen Gladenbacher Ausbeutetalers (Nr. 496.1), ein dreifacher Taler unseres Typs war ihm und auch der sämtlichen anderen Literatur jedoch gänzlich unbekannt. Bereits den einfachen Taler beschreibt Müller als "extrem selten". Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass nur wenige Stücke, vielleicht auch nur dieses eine Exemplar, speziell für den Landgrafen selbst oder als Geschenk für hohe Würdenträger geschlagen wurden. Es handelt sich hier um eine sensationelle Neuentdeckung aus einer sehr alten Sammlung, von größter Bedeutung für die hessische Numismatik.

Müller - (vgl. 1821a Taler). Schütz - (vgl. 497 Taler). Hoffmeister - (vgl. 457, 458, 4512). Slg. Fiorino -. Davenport - (vgl. 9289). Prinz Alexander - (vgl. 203). Taxe: 40.000 Euro


Altdeutsche Münzen und Medaillen, Braunschweig-Lüneburg-Celle, Friedrich von Celle, 1636-1648

Löser zu 4 Reichstalern 1647, Clausthal. Brb. des Herzogs im Kranz, umgeben von den 14 Wappen der Stände/Ansicht einer Grubenlandschaft, unten Wertpunze 4. 115,48 g.

vorzügliches Prachtexemplar mit schöner Tönung, äußerst selten

Welter 1398. Davenport 135. Müseler 10.4.1/36. Taxe: 10.000 Euro


Altdeutsche Münzen und Medaillen, Lübeck-Fürstbistum (Eutin), Friedrich August von Oldenburg, 1900-1918

Prachtvoller Silber-Wandteller, gefertigt 1900 für die Adelsfamilie Joachim und Walburg von Levetsau in Sielbeck (heute Ortsteil von Eutin), "zusammengestellt aus ererbten auf Reisen gesammelten Münzen". Eingearbeitet sind 3 ptolemäische Tetradrachmen, 2 ptolemäische Bronzemünzen, 4 spätrömische Folles, 2 Schiffsgeld 2 Reales-Münzen, 3 Kupfermünzen des mexikanischen Bürgerkrieges 1813 aus Oaxaca, 2 osmanische Kupfermünzen, 8 Silbermünzen und 1 Silbermedaille aus Mexiko (u.a. Kaiser Maximilian), Mecklenburg-Schwerin 2/3 Taler 1676, 4 Reichssilbermünzen von Preussen und Hessen, 5 Silbermedaillen des 18. und 19. Jh. (2 X Preussen, 3 X Dänemark), Wallenstein Dukat 1631 (alte vergoldete Galvanokopie), Silbermünzen aus Kolumbien (3), Bulgarien, Venezuela, Ecuador, Spanien, Niederlande, eine osmanische Silbermedaille (Krimkrieg-Auszeichnung 1855), Eisengussmedaille 1816 Blücher, CuNi-Münzen aus Bulgarien, USA und Venezuela, 2 Kupfermünzen aus Griechenland. Durchmesser 50 cm; 3330 g. sehr schön

Joachim von Levetzau (auch Leventzow), eigentlich Carl Joachim Gustav Emil Wilhelm von Levetzau, auch mit Besitznamen v. Levetzow-Sielbeck (* 23. November 1859 in Plön; † 1. August 1933 in Malente) war ein preußischer Offizier, Gutsbesitzer, oldenburgischer Landtagsabgeordneter und Verbandsfunktionär. Er entstammte dem mecklenburgischen Adelsgeschlecht Leventzau. Als Hauptmann des 1. Großherzoglich Hessischen Infanterie-(Leibgarde-)Regiments Nr. 115 in Darmstadt wurde ihm am 21. April 1898 ein mehrmonatiger Urlaub für Reisen in den Mittelmeerraum und nach Mittelamerika bewilligt. Im Alter von 39 Jahren nahm er am 8. Oktober 1898 seinen Abschied mit Pension und der Berechtigung zum Tragen seiner Uniform, erhielt später noch den Charakter als Major. Nach seinem Abschied aus dem Militärdienst erwarb Levetzau einen Hof in Sielbeck zwischen Kellersee und Ukleisee im Fürstentum Lübeck. Von nun an bevorzugte er die deutsche Variante seines Nachnamens und ließ ihn 1903 auch offiziell in „Levetzow“ ändern. Seite dem 20. Mai 1885 war er mit der hier ebenfalls genannten Walburg Clara Cornelia, geb. von Kalckreuth aus dem Hause Hohenwalde (* 26. März 1862; † 8. Dezember 1922) verheiratet. Er war schon im Kaiserreich ein militanter Antisemit und vertrat in der Weimarer Republik antirepublikanische Ansichten. Taxe: 8.000 Euro


Ausländische Münzen und Medaillen, Russland, Nikolaus II., 1894-1917

Gedenkrubel 1914. auf den 200. Jahrestag der Schlacht bei Gangut.

prägefrisch/fast Stempelglanz, min. Kratzer, sonst Prachtexemplar mit herrlicher Patina, sehr selten

Krause/Mishler 70. Bitkin 337 (R2). Parchimowicz 56. Taxe: 7.500 Euro


Münzen der Deutschen Demokratischen Republik, Gedenkmünzen der DDR

10 Mark Materialprobe in GOLD 1985. 40 Jahre Befreiung. P rechts vom Wappen. In Originalschatulle und mit Zertifikat. Auflage nur 200 Ex.

Polierte Platte, original verplombt, sehr selten

Jaeger 1603 P1. Taxe: 7.500 Euro


Ausländische Münzen und Medaillen, Russland, Nikolaus I., 1825-1855

1 1/2 Rubel 1839, St. Petersburg. Auf die Einweihung des Borodino-Monuments. Gottesauge mit kurzen Strahlen. 30,01 g.

vorzüglich, Randfehler und zwei Schürfstellen, äußerst selten

Bitkin 893 (R1). Davenport 287. Taxe: 7.500 Euro


Münzen der Bundesrepublik Deutschland, Kursmünzen, 2 Pfennig, Eisen, Kupfer plattiert, 1967-2001

1967 J, magnetisch (plattiert). Laut Jaeger bisher nur 1 Ex. (dieses) bekannt. Mit Expertise Franquinet.

sehr schön/vorzüglich, von größter Seltenheit (Unikum)

Unser Ex. der 15. Auktion v. 13.9.2003, Los 4405 (Z. 6.900,- Euro, siehe Jaeger Anm.).

Jaeger 381a. Taxe: 5.000 Euro


Proben, Verprägungen und Besonderheiten, Kaiserreich, Reichskleinmünzen

2 Pfennig 1874 A. Das vorliegende Stück weist auf der Rs. Anstelle des Außenrings einen Seilkreis (wie bei den 5 und 10 Pf.- Stücken) auf. Weder Jaeger noch Schaaf kannten dieses außergewöhnliche Stück, das wahrscheinlich eine Probeprägung ist.

gutes sehr schön, von größter Seltenheit, verm. Unikum

Vgl. Auktion Künker 123 (2007) Los 6003 und Auktion 443 (2026) Los 1355 (das selbe Ex.), allerdings 1874 J. Es ist zu vermuten, daß in Berlin eine gleiche Probe (unser Ex.) als Vorlagestück gefertigt wurde.

Jaeger vgl. 2. Slg. Beckenbauer -. Taxe: 3.000 Euro


Weimarer Republik, Kursmünzen, 2 Reichspfennig, Kupfer, 1923-1936

1923 F. Fehlprägung infolge falscher Stempelkopplung.

Polierte Platte, nur leicht berührt, winz. Randfehler, von größter Seltenheit

Laut Jaeger sind nur 2 Ex. in PP und 2 Ex. in Umlaufqualität bekannt

Jaeger 314. Slg. Beckenbauer 3449. Taxe: 5.000 Euro


Alle Lose sind auf unserer Website einzusehen.


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33829 Borgholzhausen

Tel. 05429/930050

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