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Teutoburger Münzauktion am 28. und 29. Februar 2020 in Borgholzhausen

Aktualisiert: Jan 15

Die erste Auktion des neuen Jahrzehnts im ostwestfälischen Borgholzhausen findet am 28. und 29. Februar 2020 statt.


Wie immer beginnt der Katalog mit dem Spezialbereich China & Südostasien, gefolgt von Gold aus aller Welt und antiken Münzen.


Nach den Münzen aus dem Ausland folgen zahlreiche Taler und Teilstücke der habsburgischen Erblande, die Münzen Österreichs und die altdeutschen Münzen ab dem Mittelalter.

Hier sind besonders die bedeutenden Sammlungen der Münzen der Grafschaften Rietberg und Ravensberg hervorzuheben, aber auch zahlreiche seltene Taler und Teilstücke anderer Gebiete, z. B. von Schlesien.


Den thematischen Medaillen folgt dann der moderne deutsche Bereich vom Kaiserreich über Weimar bis zur DDR (mit sehr seltenen Proben) und der Bundesrepublik. Der Münzbereich schließt wie gewohnt mit zahlreichen Lots und Sammlungen ab, die zur Besichtigung und „Schatzsuche“ einladen.


Der abschließende Block der Auktion besteht aus einem Angebot von Orden und Ehrenzeichen, Militaria, Banknoten, Briefmarken und Kleinantiquitäten, hier finden Sie u. a. eine große Sammlung alter englischer Silberdosen mit Schwerpunkt Vinaigrettes und Streichholztresoren aus georgischer und viktorianischer Zeit.


DEUTSCHES REICH. HESSEN. Ludwig III. (1848–1877). 2 Mark 1876 H. Jaeger 66. Prägefrisch/fast Stempelglanz. Kleine Kratzer und Randfehler. Sehr selten in dieser Erhaltung. Taxe: 7500,– Euro



RIETBERG. Johann III. von Ostfriesland (1601–1625). Halbtaler-Klippe von den Stempeln des Blamüsers 1618, Mzm. Georg Koenen. 15,08 g. Schwede 58/1 (dieses Exemplar). Buse –. Sehr schön. Einzig bekanntes Exemplar! Taxe: 10 000,– Euro


Schwede wies diesem Stück kein Nominal zu, vermutlich weil das Gewicht vom geläufigen Taler-Gewicht als Teilstück etwas abweicht. Dem stünde aber das tatsächliche Gewicht der Blamüser (= 1/8 Taler) des gleichen Jahrgangs entgegen, welches Schwede mit 3,72 g angibt. Unser Exemplar (Schwede 58 D/c) wiegt 3,84 g und unser Schwede E/d sogar 4,61 g. Daraus ergibt sich eine Abweichung im errechneten Taler-Gewicht von 29,76 bis 36,88 (!) g, was wiederum die Gewichtsabweichung unserer Halbtaler-Klippe marginal erscheinen lässt.

RAVENSBERG. Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1640–1688). Dukat 1648, Bielefeld. Münzmeister Jobst Koch. 3,40 g. Stange 210. Friedberg 2277. v. Schrötter 118. Sehr schön. Kleine Kratzer. Minimal gewellt. Äußerst selten. Taxe: 15 000,– Euro


Vermutlich Exemplar Eduard Gaupties, Augsburg, Auktion Mai 1981. Jobst Dietrich Koch, späterer Münzmeister und Sohn des hier prägenden Münzmeisters, gab in seiner Vernehmung 1673 an, es seien nur 20 Exemplare (aller drei bekannten Dukaten-Typen) geprägt worden, ein Zeuge widersprach der Zahl mit „wohl 100“. De facto wurden auf dem Probationstag in Köln 1650 genau 134 Dukaten nachgewiesen.

RAVENSBERG. Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg (1592–1609). Reichsort

(¼ Reichstaler) 1592, Bielefeld. 7,11 g. Stange 105b (dieses Exemplar). Fast sehr schön. Von größter Seltenheit.

Taxe: 3000,– Euro


Exemplar Stange, Exemplar Dr. Kasemeyer, Exemplar Slg. Hugo Garthe, Auktion Lempertz Köln (1884) Nr. 6948. Exemplar Künker Auktion 16 (1990), Nr. 711. Das anscheinend einzig bekannte Exemplar.


DEUTSCHES REICH. HESSEN. Ludwig III. (1848–1877). 5 Mark 1876 H. Jaeger 67. Prägefrisch/fast Stempelglanz. Winzige Kratzer. Selten in dieser Erhaltung.

Taxe: 4000,– Euro

DEUTSCHES REICH. MECKLENBURG-STRELITZ. Friedrich Wilhelm (1860–1904). 10 Mark 1873 A. Jaeger 235. Laut Kurz-Expertise Franquinet ist diese Münze echt und als Erstabschlag geprägt worden. Auflage nur 1500 Exemplare. Gutes vorzüglich aus Erstabschlag. Äußerst selten, besonders in dieser Erhaltung.

Taxe: 30 000,– Euro


SACHSEN. Friedrich August II. (1836–1854). Herrliche Goldmedaille von Krüger o. J. (1850). Zum 300. Bestehen der Landesschule Grimma. Brustbild des Kurfürsten Moritz (im Relief) nach rechts und doppeltem Schriftkreis mit vier Wappen (Hzm. Sachsen, Lgft. Thüringen, Bgft. Magdeburg und Mgft. Meißen) nach rechts. Rückseite: Acht Zeilen Schrift. 40,1 mm, 39,93 g. DNH Nr. 3-62 (dort nur 22 Exemplare in Silber und 150 in Bronze). Fast Stempelglanz. Kleiner Fleck und minimal berieben. Unikum. Nicht im Bestand des Münzkabinetts Dresden! Slg. Engelhardt vgl. 1908 (nur in Bronze). Slg. Merseburger vgl. 2520 (nur in Bronze). Taxe: 15 000,– Euro


Abbildung verkleinert

MÜNSTER. Bistum. Christoph Bernhard von Galen (1650–1678). Reichstaler 1652. St. Paulus mit Schwert und Bibel. Im PCGS-Blister mit Grading MS 62 (das am besten gegradete Exemplar. Top Pop). Vorzüglich/Stempelglanz. Prachtexemplar mit herrlicher Patina. Schulze 83. Davenport 5599. Taxe: 3500,– Euro

Abbildung verkleinert

SACHSEN-NEU-WEIMAR. Johann Ernst (1662–1683). Sterbetaler 1665, Weimar, auf den Tod von Eleonora Dorothea von Anhalt-Bernburg. Im PCGS-Blister mit Grading MS 64 (das am besten gegradete Exemplar. Top Pop). Slg. Merseburger 3909. Koppe 376. Mann 860. Davenport 7551. Stempelglanz. Prachtexemplar mit herrlicher Patina. Äußerst selten in dieser Erhaltung. Taxe: 6500,– Euro


SCHLESIEN-MÜNSTERBERG-ÖLS. Karl II. (1587–1617). Taler 1615 HT (Hans Tuchmann), Öls. Brustbild nach rechts, über dem Kopf Rosette zwischen vier Punkten.

Rückseite: Fünfteiliges Wappen unter drei Helmen, oben Monogramm HT und Reichsapfel. Von größter Seltenheit. Fr.u.S. – (vgl. 2200). Davenport 7092. Gutes sehr schön. Leichtes Zainende. Taxe: 5000,– Euro


Von diesem Typ und Jahrgang ist uns in den letzten 50 Jahren (!) kein weiteres Vorkommen bekannt. 2010 wurde von der WAG ein Exemplar mit dem Jahrgang 1614 unter der selben Davenport-Nr. angeboten, dabei handelte es sich allerdings um die Davenport-Nr. 7091 mit dem Reichsapfel über dem Kopf!


SCHLESIEN-WÜRTTEMBERG-ÖLS. Christian Ulrich (1664–1704). Taler 1702, Öls. Münzmeister Christian von Loh. Geharnischtes und drapiertes Brustbild mit großer Allongeperücke n. r./ Sechsfach behelmtes, vierfeldiges Wappen (Württemberg, Teck, Reichsbanneramt und Mömpelgart) mit aufgelegtem Mittelschild Öls.

Fr.u.S. 2426. Ebner 158. Davenport 2877.

Slg. Wurster 1204. Vorzüglich/Stempelglanz. Kleiner Schrötlingsfehler. Prachtexemplar mit herrlicher Patina. Sehr selten in dieser Erhaltung. Taxe: 12 500,– Euro


ITALIEN. Viktor Emanuel III. (1900–1945). Extrem seltener Münzensatz 1936 mit den Goldmünzen zu 50 und 100 Lire (Auflagen nur 790 und 812 Exemplare), den Silbermünzen zu 20, 10, und 5 Lire, Stahlmünzen zu 2 und 1 Lire, Nickel 50 und 20 Centesimi sowie Bronze 10 und 5 Centesimi. Die Münzen befinden sich in einer Originalschatulle mit Goldaufdruck: Bekröntes Monogramm, darunter „RE IMPERATORE/ 9-VI-1936- XIV.“

Schön 74–84 komplett. Krause/Mishler 73–83 komplett. Friedberg u. a. 35, 37. MIR u. a. 1119, 1124. Meist prägefrisch. Taxe: 25 000,– Euro

SACHSEN. Anton (1827–1836). Dukat 1833 G. 3,49 g. Auflage nur 564 Exemplare. Jaeger 167. AKS 63. Friedberg 2894. Divo/Schramm 197. Vorzüglich. Taxe: 2500,– Euro




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