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Spanien: 200 Jahre Prado-Museum

Aktualisiert: Feb 27


Spanien, 30 Euro „200 Jahre Prado-Museum“, Ag 925 fein, Farbmünze, 18 g, 33 mm, 2019, Auflagenhöhe: 1 Million Exemplare in PP, davon 5.000 in einer Münzkarte.

Die Fabrica Nacional de Moneda y Timbre — Casa Real de la Moneda ehrte im letzten Jahr das 200jährige Jubiläum des Museo del Prado in Madrid. Die „Wiese“, wie der Name des Museums übersetzt heißt, gehört zu den größten und bedeutendsten Kunstmuseen weltweit. Gegründet wurde es durch Ferdinand VII., der eine Pinakothek im Sinne des Louvre eröffnen wollte. Zur Eröffnung des Museums unter dem Namen Museo Real de Pintura y Escultura kam es 1819 im ehemaligen Königlichen Museum der Naturwissenschaften, nachdem dieses für den neuen Zweck renoviert wurde. Heutzutage kommen pro Jahr um die 3 Millionen Besucher aus aller Welt, um das Museum zu besuchen, das neben Zeichnungen, Gemälden, Drucken und anderen Kunstgegenständen wie Skulpturen, auch 1.000 Münzen und Medaillen bewahrt.


Zum Inventar gehört die wohl beste Sammlung spanischer Maler, aus der das Gemälde „Las Meninas“ von Diego Velázquez ausgewählt wurde, um das Museum auf der Münze zu repräsentieren. Die Münze weist hierbei auf ihrer Rückseite einen farbigen Ausschnitt dieses Werkes auf, das die fünfjährige Königstochter Margarita und eine ihrer Hofdamen darstellt. Das Gemälde, übersetzt „Die Hoffräulein“, stammt aus dem Jahr 1656 und ist ein kolossales Werk: es misst 3,18 m mal 2,76 m. Die Gesamtdarstellung zeigt die Infanta umgeben von ihren Hofdamen, ihren sogenannten „Hofzwergen“, einem Wächter und einem Hund. Außerdem ist der Maler selbst zu sehen und das königliche Elternpaar: im Spiegel im Hintergrund. Ob dieses den Blick des Betrachters hat oder eine Reflexion ihrer Darstellung auf der Leinwand Velázquez‘ ist, bleibt eine Debatte bis in die heutigen Tage. Das Gemälde ist nicht nur Velázquez‘ bedeutendstes Werk, sondern gilt aufgrund seines Perspektivenspiels und dessen verschiedener Interpretationen auch als das meistdiskutierteste Gemälde der Kunstgeschichte. Eine der Theorien, die Vorgängerbildthese, besagt beispielsweise, dass der originäre Grund des Gemäldes die Vorstellung der Infanta als Thronfolgerin war, da es zu diesem Zeitpunkt keinen männlichen Erben gab. Hierfür spräche auch die Dimension des Werkes. Mit der Geburt von Philipp Prosper 1657 sei dies jedoch nicht mehr als nötig angesehen, sodass das Bild „übermalt“ bzw. umgestaltet wurde – wofür es tatsächlich Anzeichen gibt. Alle existierenden Theorien kennen jedoch ihre Befürworter und Gegner.


Ein weiteres Novum ist der QR-Code auf der Münze. Es handelt es ich hierbei um die erste spanische Münze, die einen solchen aufweist. Wird dieser eingescannt, beispielsweise mit dem Mobiltelefon, so gelangt man auf eine eigens geschaffene Webseite mit weiteren Informationen über die Münze.


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