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Sammlertipps Münzreinigung und Münzpflege

Teil 3.12

Bei unseren „Sammlertipps Münzreinigung und Münzpflege“ sind wir bei den unedlen Metallen angekommen, also den Metallen, die z.B. bereits mit dem Sauerstoff aus der Luft reagieren. Zuletzt beschäftigten wir uns mit der Reinigung von Münzen aus Nickel, Zinn, Blei und Aluminium. Heute gilt unser Interesse Münzen aus Magnesium, einem für Sammler insofern anspruchsvollen Metall, als es mit Sauerstoff sehr reaktionsfreudig ist – eigentlich eher ein Metall für experimentierfreudige Chemiekastenbesitzer.

Wir orientieren uns wieder am „Handbuch zur Münzpflege“ (4. Auflage Regenstauf 2015, 13,50 Euro) von Wolfgang J. Mehlhausen.


Teil 3.12 Magnesiummünzen

Magnesium wird gewöhnlich nur in Legierungen mit Aluminium zusammen verwendet. Am bekanntesten sind die aus einer Magnesiumlegierung geprägten Stücke des Gettos Litzmannstadt.

Magnesium ist ein sehr oxidationsfreudiges Metall und kann sich schon in heißem Wasser auflösen. Magnesium ist auch recht leicht entflammbar und brennt mit heller Flamme. Bei der Reinigung dieser Stücke ist deshalb größte Vorsicht angesagt.

Die Grundreinigung wird ausschließlich in kaltem Wasser durchgeführt, und zwar ohne Zusatz von Laugen oder Säuren; nur etwas neutrales Geschirrspülmittel, weniger als sonst, ist erlaubt. Danach kurz mit Natron abreiben und sehr lange spülen und gut trocknen. Auf keinen Fall Silikonfett zum Konservieren verwenden. Dieses kann die Münzen sehr schnell stark und unnatürlich verdunkeln. Dies gilt auch für käufliche „Anlaufschutz-Bäder“.

Zaponlack, dünn aufgebracht, ist günstig und sei in diesem Falle sogar ausdrücklich empfohlen, trotz aller Vorbehalte gegen das Lackieren von Münzen. Ist das Stück von Hause aus allerdings gut erhalten, sollte man es im natürlichen Zustand belassen und das Lackieren besser zukünftigen Sammlergenerationen überlassen.



In Teil 3.13 folgen „Eisenmünzen“