• Mirko Schöder

Neue 10-Euro-Gedenkmünze aus Paris zum UNESCO-Weltkulturerbe


10 Euro, 2021, Frankreich, Münzstätte Paris (Ag, 22,2 g, Ø 37,0 mm). [Bildquelle: Münze Paris].

Seit nunmehr 14 Jahren gibt Frankreich Euro-Gedenkprägungen heraus, die sich dem Weltkulturerbe widmen und in Partnerschaft mit der UNESCO entstehen. Im April dieses Jahres ist eine Münze erschienen, die sowohl zu Ferdinand Magellan (1480 - 1521) als auch zum Manuelinischen Baustil Bezug nimmt. Der Todestag des berühmten portugiesischen Entdeckers jährt sich dieses Jahr zum 500. Mal. Im Auftrag des spanischen Königs Karls I. (als Karl V. Kaiser des Heiligen Römischen Reiches) brach Magellan 1519 von Sanlúcar de Barrameda mit insgesamt fünf Schiffen und 437 Seeleuten zu einer dreijährigen Expedition auf. Ziel der Entdeckungsreise war es, eine Route außerhalb des portugiesischen Einflussgebietes zu den Molukken, den sogenannten Gewürzinseln, im heutigen Indonesien zu finden. Bei diesem Versuch verlor Magellan zwar letztlich sein Leben, doch zuvor gelang es ihm, die später nach ihm benannte Magellanstraße zu entdecken, welche die südliche Umsegelung Südamerikas deutlich verkürzte. Seiner Flotte kommt nach seinem Tod das Verdienst zu, die erste belegte Weltumsegelung absolviert zu haben. Folgerichtig zeig die Münze auf der einen Seite eine Brustbilddarstellungen des Seefahrers im Halbprofil nach links. Links im Hintergrund ist eines der Schiffe aus seiner Flotte, die Victoria, auf dem wogenden Meer zu sehen. Den Hintergrund bildet die Wiedergabe einer Weltkugel mit eingezeichneten Längen- und Breitengraden, wobei gleichzeitig die von den Seeleuten genommene Route verzeichnet ist. Oberhalb in diesen Bereich ist der Name „Fernand de Magellan“ eingearbeitet, weiter unten „500 ANS“, also ein Hinweis auf den 500. Todestag. Ganz unten ist der Nominalwert „10 EURO“ zu lesen. Die Kehrseite dieser Gedenkprägung bezieht sich auf das Christuskloster (Convento de Cristo) in der portugiesischen Stadt Tomar. Dabei handelt es sich um eine wehrhafte mittelalterliche Klosteranlage, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes ist. Davon präsentiert wird ein üppig ornamentiertes Fenster, das man im sogenannten Manuelinischen Stil gestaltet hat. Dabei handelt es sich um einen Baustil, der lediglich bei zu Beginn des 16. Jahrhunderts in Portugal errichteten Gebäuden anzutreffen ist und dessen Name auf den damaligen dortigen König Emanuel I. (1469-1521) zurückgeht. Links von diesem Motiv ist das Zeichen der UNESCO eingearbeitet, rechts „RF“ für République française. Auf dem wiedergegebenen Mauerwerk zu beiden Seiten der Fensteranlage ist links „TOMAR“ und rechts „LE CONVENT DU CHRIST“ zu lesen. Ganz unten befinden sich das Münzstättenzeichen von Paris, die aktuelle Jahreszahl und das Zeichen des ersten Stempelschneiders an der Pariser Münze Joaquin Jimenez. Die Ausgabe ist neben dem hier gezeigten Exemplar in Silber auch in Gold zu 5 Euro mit einem Gewicht von 0,5 g, zu 50 Euro bei 7,78 g und zu 200 Euro bei einem Gewicht von 31,10 g erhältlich. Ausgeliefert werden die Münzen in einer Kunststoffkapsel und im Etui sowie mit Zertifikat. #JoaquinJimenez #FerdinandMagellan #UNESCO #Paris #Portugal #Spanien #Magellanstraße #ManuelinischerStil #SanlucarDeBarrameda #Weltumsegelung #Südamerika #10Euro #Gedenkmünze #Weltkulturerbe #KarlI #KarlV #Molukken #Gewürzinseln #Euro #Christuskloster #ConventoDeCristo #Tomar