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Rekord bei Versteigerung einer Reichsgoldmünze

Autorenbild: Dietmar Kreutzer
Dietmar Kreutzer
20. Sept.
1 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Okt.

Ein 20-Mark-Stück von Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg und Gotha aus dem Jahr 1872 wechselte Ende September 2026 bei der Herbstauktion des Osnabrücker Auktionshauses Künker für die Rekordsumme von 170.000 Euro den Besitzer. Damit ist es die teuerste Reichsgoldmünze, die jemals versteigert wurde. Der Rekord kam durch eine Kombination aus extremer Seltenheit, einem makellosen Erhaltungsgrad und einer hohen Nachfrage zustande.


20 Mark (Ernst II., Sachsen, Coburg und Gotha, 1872, Gold)

Bildquelle: Künker, Auktion 446, Los 3203


Die Gründe für den Rekord sind vielgestaltig. Im Jahr 1872 wurden von diesem Typ nur 1.000 Exemplare geprägt. Da das kleine Herzogtum im Vergleich zu Großstaaten wie Preußen oder Bayern nur minimale Kontingente herstellte, kamen diese Münzen kaum in den Umlauf. Die Münzen dienten den hervorragend vernetzten Coburger Herzögen primär als sogenannte Donative – also als repräsentative Geschenke. Da sie deshalb pfleglich aufbewahrt wurden, blieben sie über die Zeit ungewöhnlich gut erhalten.


Das versteigerte Exemplar gilt als das am besten erhaltene Stück. Die US-amerikanische Grading-Agentur Numismatic Guaranty Company (NGC) zertifizierte die Münze mit ihrer Bestnote MS 67 (Top Pop). Der Schätzpreis lag im Vorfeld bei konservativen 100.000 Euro. Das exakt selbe Exemplar war bereits 2018 für damals ebenfalls rekordverdächtige 135.000 Euro versteigert worden – der Erlös stieg nun also noch einmal um 35.000 Euro. Der Käufer blieb wie üblich anonym.


Dietmar Kreutzer

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