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Jan Greitens (Hrsg.): Geld-Theorie-Geschichte. Ausgewählte Texte 1316-1918


Jan Greitens (Hrsg.), Geld-Theorie-Geschichte. Ausgewählte Texte 1361 bis 1918. Metropolis Verlag, Marburg 2019, 600 Seiten, 13,5 x 20,8 cm. ISBN 978-3-7316-1408-1.


Greitens hat seinem Buch „Geld-Theorie-Geschichte“ nun einen Quellenband nachgeschoben. Damit werden maßgebliche Texte zur Geldtheorie seit dem 14. Jahrhundert bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts leicht zugänglich zusammengefasst und können unabhängig von seiner „Geld-Theorie- Geschichte“ für eigene Forschungen genutzt werden oder eben parallel dazu zu tieferem Verständnis und kritischer Auseinandersetzung herangezogen werden. Greitens hat damit seine „Geld-Theorie-Geschichte“ quellenmäßig erfassbarer und so insgesamt wesentlich wertvoller für alle gemacht, die sich mit Geld in der Geschichte befassen – das sind Historiker verschiedener Teildisziplinen, Numismatiker, Wirtschaftswissenschaftler.


Über „Geld-Theorie-Geschichte“ hieß es in der MünzenRevue im letzten Jahr: „Viel Theorie? Ja, aber lesbar aufbereitet, auch bebildert und gut gegliedert, so dass man sich entweder die gesamte Entwicklung oder einzelne Abschnitte vornehmen kann. Letztlich ist es schon so, dass man viele Phänomene der Münzverträge und damit der Münzentwicklung und der Banknotengeschichte besonders im 18. und 19. Jahrhundert besser versteht, wenn man sich mit dem theoretischen Hintergrund auch befasst. Greitens ermöglicht dies mit seinem Buch.“


Im Quellenband sind es nun insgesamt 23 Autoren, von denen Greiters Texte vorstellt, beginnend für die Scholastik mit Nicolaus Oresmius (1361) und Gabriel Biel (1516), aus dem Merkantilismus dann Nikolaus Kopernikus (1526), der Sächsische Münzstreit (1530/31), Jean Bodin (1568), Bernardo Davanzati (1588), John Law (1705), Alexander Hamilton (1790), Richard Cantillon (1755) und Ferdi- nando Galiani (1751).


Als Autoren aus der ökonomischen Klassik sind erfasst David Hume (1752), David Ricardo (1810), Thomas Tooke (1848) und Henry Dunning Macleod (1892). Es folgen die deutschsprachigen Autoren Johann Heinrich Gottlob Justi (1766), Adam Müller (1816), Johann von Komorzynski (1903) und Georg Fried- rich Knapp (1905). Den Marxismus vertreten Karl Marx (1867) und Rudolf Hilferding (1910), für die Neoklassik sind aufgenommen Carl Menger (1909), Irving Fisher (1911) und Joseph Schumpeter (1918).


Im Sinne einfacherer Benutzung der Quellensammlung werden die Texte nur in deutscher und englischer Sprache präsentiert, aus anderen Sprachen wurden sie ins Deutsche übersetzt. So kann man sich vergleichsweise einfach einen Überblick über die Entwicklung der Geldtheorie verschaffen, indem man die Quellen und Greitens Analysen und In- terpretationen nebeneinander legt. Eine feine Sache.


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