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Irish Gunmoney and the Emercency Issues of 1689–1691


Paul und Bente R. Withers:

Irish gunmoney and the emercency issues of 1689–1691. A corpus and die study.

369 Seiten, farbig bebildert, Festeinband,

Format 29,8 x 21 cm,

Llanfyllin, Powys, Wales 2020.

Preis: 60,– £.

ISBN: 978-1-908715-15-9


Gunmoney (Kanonengeld) war eine Münzsorte, die unter James II. in Irland zwischen 1689 und 1691 für die Entlohnung seiner Truppen ausgegeben wurde. Die Münzen wurden aus unedlen Metallen (Bronze, Messing oder Zinn) geprägt und waren dazu bestimmt, nach einem Sieg James’ II. gegen Silbermünzen eingetauscht zu werden. Das Gunmoney weist daher Monatsangaben auf, um einen geregelten Austausch zu ermöglichen. Da James II. den Krieg verlor, fand diese Ersetzung nie statt und die Münzen blieben zu einem stark reduzierten Wert im Umlauf und wurden im frühen 18. Jahrhundert weitgehend aus dem Verkehr gezogen. Der Name „Kanonengeld“ rührt von der Vorstellung her, dass die Stücke aus eingeschmolzenen Kanonen geprägt wurden, was nur teilweise der Fall war.


Es gab zwei Ausgaben: Die erste „große“ Ausgabe bestand aus Sixpences, Shillings und halben Crowns (2 ½ Shillings). Die zweite, „kleine“ Ausgabe bestand aus Shillings, halben Crowns und Crowns (5 Shillings). Ein Teil der zweiten Ausgabe wurde auf Stücke der großen Ausgabe überprägt, wobei Shillings auf Sixpences, halbe Kronen auf Shillings und Crowns auf halbe Crowns überprägt wurden. Das auffälligste Merkmal der Münzen ist das Datum, da auch der Monat der Prägung angegeben wurde. Auf diese Weise hätten die Soldaten nach dem Krieg – im Falle eines Sieges von James II. – Kurantgeld einfordern können.


Phillip Timmins hatte sein Gunmoney-Buch im Jahr 2017 und die zweite Auflage Anfang 2020 veröffentlicht. Die Bücher von Timmins befassen sich jedoch mit den wichtigsten Varianten der einzelnen Münzen, während das hier anzuzeigende Buch eine detaillierte Studie der Gunmoney-Stempel darstellt.

In Kriegszeiten, in denen so viele Münzen wie möglich produziert werden mussten, wurden viele Stempel schlecht hergestellt und dementsprechend schnell durch einen anderen Stempel ersetzt. Dies führte dazu, dass es für jeden Münztyp viele verschiedene Prägestempel (Bildvarianten) gab, wobei in einigen Fällen mehr als ein Stempel pro Tag verwendet wurde!

„Irish Gunmoney“ versucht, alle diese Unterschiede aufzulisten. Dies ist ein gewaltiges Unterfangen, und obwohl das Buch noch Fehler enthält (eine Liste mit Korrekturen wurde den Käufern bereits zugesandt), muss das Werk als ein Schritt in die richtige Richtung für Gunmoney-Sammler gelobt werden.


Sowohl Paul als auch Bente Withers sind durch ihre Webseite Galata Coins als führende Autoren und Herausgeber von numismatischem Material bekannt. Sie haben eine Bronzemedaille der AIPN, den Lhotka-Gedächtnispreis der Royal Numismatic Society und die J.-J.-North-Medaille der British Numismatic Society für einige ihrer Bücher und Verdienste um das numismatische Verlagswesen erhalten. In Verbindung mit den oben genannten Auszeichnungen und ihrer Zusammenarbeit mit dem Gunmoney-Spezialisten John Rainey sowie ihrer Erfahrung bei der Recherche und dem Verfassen numismatischer Bücher sind sie sicherlich qualifiziert, ein Buch wie diese Gunmoney-Studie zu recherchieren und zu veröffentlichen.

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