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Handbuch Münzensammeln: Gerahmte Münzen – im Album und lose. Unterbringung einer Sammlung, Teil IV



Auf der Grundlage des von Wolfgang J. Mehlhausen verfassten Buches „Handbuch Münzensammeln“ möchten wir in mehreren Teilen einen Leitfaden für das Münzensammeln veröffentlichen – für bereits Aktive und die, die es werden wollen, denn Nachwuchs ist wie überall, wichtig!

Münzalben zur Aufbewahrung gerahmter Münzen.

Seit vielen Jahren kann man so genannte Münzrähmchen kaufen. Diese gibt es in einer klassischen Größe von 40 x 40 mm, aber auch größer. Hier gibt es selbstklebende Rähmchen und solche ohne Kleber, die geheftet werden müssen. Natürlich sind die selbstklebenden teurer als die, die man mit Heftklammern zusammenpressen muss. Sparsame Münzhändler nehmen nur die einfachen Rähmchen. Wer eine größere Menge Münzen unterbringen will, sollte sich die Preisunterschiede durch den Kopf gehen lassen. Auch bei den Rahmen gibt es natürlich Markenprodukte und Gelegenheitsangebote.


Diese Münzrähmchen bestehen aus zwei Teilen, die aufeinander geklebt oder geheftet werden. In der Mitte befindet sich ein Loch, das mit dünner Plastikfolie überdeckt ist. Die Durchmesser der Löcher beginnen bei 15 mm und enden bei etwa 39 mm, man kann also die verschiedensten Münzen rahmen.


Zu empfehlen ist, den Durchmesser des Rähmchens in ein optimales Verhältnis zum Münzdurchmesser zu bringen. Eine Münze mit 30 mm Durchmesser sollte man in einen Rahmen von 32,5 oder, je nach Dicke 35 mm einbringen. Sonst besteht die Gefahr, dass die Plastikhaut dieses Rahmens einreißt. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Münzrähmchen ist es, dass sie aus Karton bestehen, auf dem man vortrefflich Beschriftungen anbringen kann. Dies mag mit einem Bleistift, Faserschreiber oder Computeretikett geschehen. Wer eine gut lesbare Handschrift und dazu gute Augen besitzt, kann alles auf diesem Papierrand des Rähmchens vermerken, was ihm wichtig ist.


Es gibt für diese Münzrähmchen auch geeignete Alben. Dort passen beispielsweise 3 x 3 dieser Rahmen auf eine Seite. Und mit den Münzrähmchen wird unter Umständen auch ein Nachteil verschiedener Albenseiten ausgeglichen: Bei einer solchen 3 x 3-Seite kann man durch die Münzrähmchen in neun Feldern durchaus ansprechend Münzen vom kleinsten bis zum größten Nominal (1 Cent bis zu 2 Euro) unterbringen.


Bleiben wir bei den Eurostücken. Bei acht Nominalen und neun Feldern wäre im ersten Feld sogar noch Platz, das Land anzugeben. Andere Varianten zur Euro-Unterbringung werden noch vorgestellt.


Eine weitere Möglichkeit ist, die gerahmten Münzen in geeigneten Kästen stehend aufzubewahren. So ordnen Händler vielfach ihre Lager, die Zubehörfirmen haben solche Schränke und Schuber ebenfalls im Angebot. Man kann mit diesem System viel mehr Stücke auf kleinem Raum unterbringen als in Münzalben. Außerdem gibt es noch Plastiktaschen, vielfach auch in den Maßen 4 x 4 cm. Diese kann man in Alben stecken, aber auch in Kästen einsortieren, so wie Karteikarten. Beschriftet werden diese mit einem Stift, der für Plastikmaterial geeignet ist. Oder man klebt Papieretiketten zu diesem Zweck auf die Hüllen. Schließlich bietet der Handel auch noch karteikartenähnliche Münztaschen im A6-Format an. Hier kann man sehr gut Münzserien unterbringen.



Präsentation von Euro-Münzen

Münzbox für Euro-Münzen von 1 Cent bis 2 Euro.

Die Hersteller von Zubehör hatten sich schon rechtzeitig auf das Sammeln von Euro-Münzen eingestellt. Es gibt passende Münzalben, -tabletts und -boxen.

Einige pfiffige Firmen haben eine Chance gewittert und Alben auf den Markt gebracht, bei denen die Münzen in entsprechende Ausstanzungen gedrückt werden. Bei material- oder fertigungstechnischen Mängeln können die Münzen aber herausfallen. Angeboten wurden im Handel nach Euro-Einführung im Jahre 2002 auch Verpackungen für alle EU-Euroländer, damals waren es 15, aber es fehlten die Fächer für die assoziierten Kleinstaaten, denn auch die Münzen von San Marino, Monaco und dem Vatikan wollten untergebracht sein. Von Deutschland gibt es vom Startjahr 2002 an die Prägungen der fünf Münzstätten. Verschiedene Länder haben die Eurostücke jahrgangsgenau ab 1999 geprägt, was für variable Unterbringungsmöglichkeiten spricht.