• Sylvia Karges

Griechenland: „Myrtis“, der griechische Teenager

Aktualisiert: Mai 6


Griechenland, 5 Euro 2020 „Myrtis – Gesichtsrekonstruktion anhand der DNS“, Silber (925 fein), Farbmünze, 10 g, 30 mm, Auflagenhöhe: 2.500 Exemplare in PP.

Die griechische Ausgabe der 5-Euro-Münze auf ein Mädchen namens Myrtis ist spektakulär.

Der sich auf der Münzrückseite befindliche Kopf gründet sich auf einem aufwendigen 3D-Verfahren, mit dem das Gesicht von Myrtis rekonstruiert wurde. Ihre Überreste wurden bei archäologischen Grabungen in Athen gefunden und auf über 2000 Jahre geschätzt. Die Rekonstruktion ihres Gesichts erfolgte anhand ihrer intakten DNS. Derartige „Rekonstruktion“ von Gesichtern von Menschen gelang bisher zweimal. Myrtis war nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in Athen im 5. Jahrhundert v. Chr. an der Pest gestorben. Aufgrund der damals üblichen Einäscherung von Toten, sind Funde von menschlichen Überresten, die entsprechende Analysen zulassen, nur sehr selten.


Die Münzrückseite zeigt Myrtis nach rechts. In ihrem Haar trägt sie ein zweiteiliges Haarband und die Darstellung ist randläufig von Olivenzweigen umgeben. Mittig rechts, vor dem Gesicht, ist ihr Name in griechischen Buchstaben vertikal aufgebracht: ΜΥΡΤΙΣ. Ebenso rechts, vor ihrem Hals, befindet sich die Jahreszahl 2020.


Auf der Vorderseite ist mittig das Staatswappen zu sehen, umgeben von einem Lorbeerkranz und der griechischen Landesbezeichnung. Im Hintergrund sind sodann farbige Kurven erkennbar, wie man sie von Bildschirmen technischer Geräte kennt und welche für die Verfahrenstechnologie stehen, die Anwendung fanden, um Myrtis‘ Gesicht zu rekonstruieren. Die Aufschrift im Abschnitt unterstreicht dies: DNA 5. enterica Typhi. Oben ist die Angabe zum Nominal zu finden: 5 ΕΥΡΩ.