• Sylvia Karges

Frankreich: „Le Petit Prince“- Münzreihe


EUR 10 „Le Petit Prince“ (2), 37,0 mm, 22,2 g, Silber (99/1.000), teilkoloriert, Auflagenhöhe: 5.000 Exemplare in PP. [Bildquelle: Monnaie de Paris].

Bereits seit 2016 bietet die Monnaie de Paris eine Jugendkollektion an. Mit dieser Serie soll zum einen aktiv für die Jüngeren geworben werden, um sie in das Münzuniversum zu locken – aber sie ist natürlich auch an alle anderen Interessierten gerichtet. Von 2016 bis 2018 wurden Kollektionen in Partnerschaft mit Disney entwickelt. Im Jahr 2019 wurde der 60. Geburtstag des berühmten Galliers Asterix gefeiert. Im Jahr 2021 werden nun neben dem Kleinen Prinz, auch Harry Potter und Lucky Luke hervorgehoben. Die „Le Petit Prince“ Münzreihe kommt in verschiedenen Nominalen und Metallen. Im Folgenden wird auf die Silberausgaben eingegangen, die auch teilkoloriert sind.


Die Münzrückseite ist den Ausgaben in Silber gemein. Mittig ist die Zahl 75 für das 75. Jubiläum der Ausgabe des Buches in Frankreich zu sehen. Rechts daneben steht gleich der kleine Prinz, halb nach links gewandt. Darunter findet sich das Nominal „10 euro“ und wiederum darunter das Ausgabejahr 2021. Randläufig findet sich die Aufschrift „Le Petit Prince“ in französisch, gefolgt vom Titel in der Englischen, Deutschen und Japanischen Sprache. Der Münzrand ist glatt.


EUR 10 „Le Petit Prince“ (3), 37,0 mm, 22,2 g, Silber (99/1.000), teilkoloriert, Auflagenhöhe: 5.000 Exemplare in PP. [Bildquelle: Monnaie de Paris].

Die Vorderseite der Münze „Nr. 2“ zeigt den kleinen Prinzen, wie er auf dem Rand eines Buches sitzt. Im Hintergrund ist di Oberfläche eines Planeten sichtbar dar, sowie Sterne und andere Planeten. Oben links randläufig ist die Aufschrift „Le Petit Prince“ zu sehen, „RF“ für République Française und die Abkürzung „LPP“ für „Le Petit Prince“.

Auf der Vorderseite der Münze „Nr. 3“ sitzt der kleine Prinz auf einem Halbmond nach links. Im Hintergrund ist das Weltall mit seinen Sternen und Planeten abgebildet. Hervorgehoben sind dabei insbesondere Saturn und die Sternenkonstellation der großen Waage. Auch hier finden sich „RF“ und „LLP“.


Auf der Vorderseite der letzten Variante der Jubiläumsmünze „Nr. 4“ ist der kleine Prinz auf einem Planeten abgebildet, auf dem Pflanzenwuchs ersichtlich ist, insbesondere Blumen. Der kleine Prinz ist laufend „nach vorn“ abgebildet, wobei er von einem Fuchs begleitet wird. Die Münzkoloration ist jeweils auf die Figuren des kleinen Prinzen, des Buches und des Fuchses konzentriert. Sie sind den Original Illustrationen im Buch angepasst, die übrigens von Autor selbst gezeichnet wurden.


EUR 10 „Le Petit Prince“ (4), 37,0 mm, 22,2 g, Silber (99/1.000), teilkoloriert, Auflagenhöhe: 5.000 Exemplare in PP. [Bildquelle: Monnaie de Paris].

„Der Kleine Prinz“ wurde 1943 zuerst in den USA und 1946 in Frankreich veröffentlicht. Es ist das bekannteste Buch des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry und das meistgelesene und bekannteste Werk der französischen Literatur in der Welt. Die Erzählung ist eine Kritik am Werteverfall der Gesellschaft und gilt als Umsetzung moralischen Denkens und der Welterkenntnis des Autors. Es wird oft als „Kunstmärchen“ bezeichnet und wird als Plädoyer für Freundschaft und Menschlichkeit interpretiert. Die erste deutsche Ausgabe mit entsprechender Übersetzung erschien 1950. Insgesamt wurde das Buch in mehr als 350 Sprachen und auch Dialekte übersetzt.


Laut Autor Saint-Exupéry ist „Der kleine Prinz“ ein Kinderbuch, das für Erwachsene geschrieben wurde: Die Leseebenen bieten Vergnügen und Denkanstöße für Leserinnen und Leser jeden Alters. Der Erzähler stürzt mit seinem Flugzeug mitten in der Wüste Sahara ab. Während er versucht, sein Flugzeug zu reparieren, erscheint ein kleiner Junge und bittet ihn, ein Schaf zu zeichnen. Der Erzähler erfährt, dass der „kleine Prinz“ von einem Asteroiden kommt, wo es drei Vulkane gibt, die er ständig reinigen musste (einer war jedoch erloschen), drei Affenbrotbäume, die man davon abhalten müsste, alles zu überwuchern und schließlich den Planeten zu sprengen, und wo es eine sprechende Blume, eine Rose, gibt. Sodann erzählt er von seiner Reise zu den verschiedenen Planeten auf der Suche nach Freunden und was ihm dabei geschah. In Japan, in der Stadt Hakone, gibt es übrigens „The Museum of The Little Prince“.



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