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Fédération Internationale de la Médaille d'Art (FIDEM)

Der deutsche FIDEM-Beitrag 2018 in Ottawa

Die Fédération Internationale de la Médaille d'Art (FIDEM) wurde 1937 in Paris gegründet, um die zeitgenössische Medaillenkunst zu fördern: Bildende Künstler sollen angeregt werden, auch Medaillen zu schaffen, Sammler sollen für Medaillen als Kunstobjekte interessiert werden. Zu diesem Zweck fördert FIDEM Publikationen und veranstaltet alle zwei Jahre einen Kongress als Treffpunkt für alle am Medaillenschaffen Interessierten. Höhepunkt des Kongresses ist für alle Beteiligten eine Medaillenausstellung, zu der alle bei FIDEM vertretenen Länder neuere Medaillenarbeiten einreichen – eine Weltausstellung der Medaillenkunst. 

Jedes Land ist mit einem Delegierten bei FIDEM vertreten, der die Auswahl der Medaillen in seinem Land organisiert, denn es darf nur eine begrenzte Anzahl von Objekten vorgestellt werden, die einen Querschnitt des künstlerisch wertvollen Medaillenschaffens zeigen sollen. In Deutschland erfüllt diese Aufgabe seit einigen Jahren Dr. Rainer Grund, der Direktor des Münzkabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, als Stellvertreter unterstützt ihn Prof. Bernd Göbel, selbst ein international geschätzter Medailleur. Dr. Grund haben wir auch dafür zu danken, hier eine Auswahl von Medaillen des deutschen FIDEM-Beitrags 2018 zeigen zu dürfen, denn 2018 gibt es wieder einen FIDEM-Kongress.

Der 35. FIDEM-Kongress findet vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2018 in Ottawa statt. Von den kanadischen Veranstaltern gibt es, das ist neu, allerdings eine inhaltliche Vorgabe: Die gezeigten Medaillen müssen das Thema „Frauen“ bzw. „Frauen in den Naturwissenschaften“ bearbeiten.

Aus Deutschland sind 27 Künstler mit 46 verschiedenen Werken vertreten, wobei der Anteil weiblicher Medailleure (13) fast gleich ist gegenüber den männlichen Teilnehmern (14). Die Themenvorgabe führte zu einer starken Konzentration auf die Porträtmedaille mit der Darstellung weiblicher Persönlichkeiten der Vergangenheit und Gegenwart.

Um das Interesse für die Weltausstellung in Ottawa zu stimulieren, hatte der deutsche FIDEM-Delegierte drei Preise ausgelobt. Als Siegerin im nationalen Wettbewerb ging Anne Karen Hentschelmit der Bronzegussmedaille „To be continued“ hervor. Den zweiten und den dritten Preis erhielten Marianne Dietzfür die Medaille auf die 2017 verstorbene erfolgreiche Mathematikerin Maryam Mirzakhani sowie Christine Heitmannfür die aus zwei verschiedenen Materialien zusammengesetzte Plakette „Muse“.

Den Hauptteil der Beiträge bilden Medaillen auf Frauen aus Deutschland und Europa, die auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, aber auch in Bereichen wie der Politik, Kunst, Literatur oder Publizistik Verdienste erworben haben. 

Im Länderbeitrag der Bundesrepublik Deutschland sind folgende Künstler in alphabetischer Reihenfolge vertreten: Rossen Nikolov Andreev (Halle/S.), Marie-Luise Bauerschmidt (Berlin), Marianne Dietz (Berlin), Sonja Eschefeld (Berlin), Jürgen Friede (Wedemark), Wolfgang Friedrich (Rostock), Bernd Göbel (Halle/S.), Arthur Grupp (Tiefenbronn), Lucia Maria Hardegen (Bonn), Christine Heitmann (Dresden), Anne Karen Hentschel (Bremen), Andreas A. Jähnig (Baruth), Agatha Kill (Ilbesheim), Silvia Klöde-Hoffmann (Niederau), Klaus Kowalski (Wunstorf), Tilo Kügler (Dresden), Dieter von Levetzow (Kranenburg-Nütterden), Eberhard Linke (Saulheim), Almuth Lohmann-Zell (Halle/S.), Anna Martha Napp (Maßlow), Michael Wolfgang Otto (Rodenbach), Sebastian Paul (Berlin), Anna Franziska Schwarzbach (Berlin), Boris Schwencke (Berlin), Olaf Stoy (Rabenau), Kornelia Thümmel (Dresden), Heidi Wagner-Kerkhof (Halle/S.). 


Die FIDEM-Ausstellung ist vom 30. Mai bis 30. Juni 2018 im Canadian Museum of Nature in Ottawa zu sehen.

Information zu FIDEM Ottawa 2018: www.fidem-medals.org/congress%20upcoming.html

Fotonachweis der hier gezeigten Medaillen: Abb. 1–11 und 13–17: Ljubow Schmidt, Dresden; Abb. 12: Jürgen Friede, Wedemark 

Klicken Sie auf die einzelnen Medaillen, um sie zu vergrößern und den Bildtext zu sehen.


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