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Aus privaten Sammlungen: Sachsen, Zwei Münztechnik-Medaillen zur Dresdner Fürstenhochzeit 1719

Bei der prunkvoll gefeierten Hochzeit des sächsischen Kurprinzen Friedrich August (ab 1733 Friedrich August II./König August III. von Polen) im Jahr 1719 gab es neben Bällen, Turnieren und Feuerwerk auch einen Festumzug, bei dem Münzarbeiter bei der Arbeit zu sehen waren. Die dabei hergestellten Silbermedaillen mit dem Spruch "RUTHE WEISE GLÜCKLICH AN DAS ICH AUSBEUT MÜNTZEN KAN". zeigen sowohl die Hammerprägung als auch, wie sich Putten an der Spindelpresse zu schaffen machen. Zugleich erinnern sie an die damals beliebte Rutengängerei, mit der man unbekannte Silberadern zu finden hoffte. Die Medaillen sind frühe Beispiele dafür, wie sich die Produzenten von Münzen und Medaillen selber sahen und welcher Geräte sie sich bedienten. Das Motiv mit den Putten hat der sächsische Stempelschneider von einer französischen Medaille von 1719 übernommen. Ein Copyright auf solche Motive gab es damals noch nicht.

 

Objekttyp: Silbermedaille 1719 Sammlung: Helmut Caspar

 
 

Land/Region/Ort: Deutschland/Sachsen/Dresden

Münzstätte: Dresden

Datierung: 1719

Material: Silber

Größe: 29mm // 25mm

Gewicht: 11,2g // 7g

Katalog: Slg. Montenuovo 1553 // Slg. Merseburger 1539

 

Helmut Caspar

 

Wenn auch Sie ein besonderes Stück aus Ihrer Sammlung vorstellen möchten, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an: info@muenzen-online.com.

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