• Helmut Kahnt

Bit

1. Auf den Westindischen Inseln für ein von einer Silbermünze herausgeschnittenes oder herausgestanztes Stück (→ Cut money) gebräuchliche Bezeichnung, die im 18. Jh. dort auch auf kleine spanische Silbermünzen überging. Der Real wurde unter dem Namen Bit ein fester, aber nach Zeit und Ort unterschiedlicher Rechnungsbegriff.

1 1⁄2 Bitts (Moco) mit dem Gegenstempel von Dominica, das aus dem Zentrum eines 8-Reales-Stücks ausgestanzt wurde. In britischer Währung galt dieses Stück 1 Shilling 1 1⁄2 Pence. [Bildquelle: Helmut Kahnt, Das große Münzlexikon, Regenstauf 2005, S. 51].
Spanisch-amerikanisches 8-Reales-Stück 1798 aus der Münzstätte Mexiko-City, aus dem ein Bit (Bitt) ausgestanzt worden ist. In Dominica hatten solche ausgestanzten Pesos den offiziellen Kurswert von 11 Bits oder 8 Shilling 3 Pen ce. [Bildquelle: Helmut Kahnt, Das große Münzlexikon, Regenstauf 2005, S. 51].

2. In Dänisch-Westindien war der Bit von 1904 bis zum Verkauf der Kolonie an die USA 1917 offizielle Währungseinheit. 1 Cent = 5 Bit; 100 Bit = 1 Franc.

Dänisch-Westindien, 10 Bit (= 2 Cents) von 1905. [Bildquelle: Helmut Kahnt, Das große Münzlexikon, Regenstauf 2005, S. 51].

aus „Das große Münzlexikon

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