• Oldenburgische Landschaft

Oldenburgische Münzen digitalisiert


Prägungen ab sofort in der Datenbank KENOM online

Ab sofort sind mehr als 1.500 oldenburgische Münzen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert im Online-Münzkatalog KENOM (Kooperative Erschließung und Nutzung der Objektdaten von Münzsammlungen) zugänglich. Unter www.kenom.de stehen jetzt Prägungen der Oldenburger Grafen, Herzöge und Großherzöge sowie der Regenten des Jeverlandes für Forschung, Recherche oder einfach zum Betrachten zur Verfügung. Die digitalisierten Münzen stammen aus den Beständen des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg, des Stadtmuseums Oldenburg sowie des Schlossmuseums Jever. Diese Häuser arbeiteten bei der Umsetzung des Digitalisierungsprojektes unter dem Dach des Kulturrates Oldenburg zusammen.

„Wir freuen uns, mit den oldenburgischen Münzen auf der exzellenten Plattform KENOM wieder einen Schritt in der Digitalisierung unserer Bestände weitergekommen zu sein“, so Prof. Dr. Rainer Stamm, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg. „Dies ist insbesondere dann eine große Bereicherung, wenn die Originale nicht permanent im Museum gezeigt werden können.“

Das oldenburgische Projekt ist Teil des länderübergreifenden und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Digitalisierungsprojektes KENOM.

„Die oldenburgischen Münzen liefern uns wichtige Erkenntnisse über das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben ihrer Zeit. Die Digitalisierung im virtuellen Münzkabinett KENOM ermöglicht es, die Sammlung über das Landesmuseum hinaus sichtbar und wissenschaftlich nutzbar zu machen“, sagt Dr. Annette Schwandner, Leiterin der Kulturabteilung im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Zu den besonderen oldenburgischen Stücken zählen die ersten Münzen, die das von Graf Gerhard um 1475 erweiterte gevierte oldenburgische Wappen zeigen. Interessierte finden auch Talerprägungen von Graf Anton Günther aus dem 17. Jahrhundert. Von besonderem Interesse sind die Münzen, die mit historischen Ereignissen in Verbindung stehen. Dazu gehören etwa die Doppelschillinge Christophs von Oldenburg, die im Zusammenhang mit der dänischen Grafenfehde entstanden sind, oder die Danielstaler Fräulein Marias von Jever, die auf die Bedrohung Jevers durch Ostfriesland anspielen.

„Viele der jetzt digitalisierten Münzen sind kleine handwerkliche Meisterwerke, die spannende Geschichten über Glaube, Politik und Macht erzählen können“, erläutert Anika Tauschensky, Leiterin des Digitalisierungsprojektes in Oldenburg. „Die Münzen erlauben es, die Geldgeschichte Oldenburgs und des Jeverlandes vom 11. Jahrhundert bis zur Weimarer Republik in großen Teilen zu rekonstruieren.“

Der Kulturrat im Oldenburger Land, der das aktuelle Digitalisierungsprojekt verantwortet hat, ist eine Arbeitsgemeinschaft der Kultureinrichtungen der Stadt Oldenburg und des Landes Niedersachsen im Oldenburger Land unter Leitung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und der Oldenburgischen Landschaft. Der Kulturrat Oldenburg hat bereits ein Projekt zur Digitalisierung historischer Theaterzettel aus Oldenburg angestoßen und umgesetzt, das im vergangenen Jahr online gegangen ist (http://digital.lb-oldenburg.de).

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