• Jürgen Lorenz

Gedenkmünze zu 150 Jahren luxemburgische Verfassung


Vor 150 Jahren wurde im Großherzogtum Luxemburg eine Verfassung verabschiedet. Aus diesem Anlass emittiert Luxemburg eine 2-Euro-Gedenkmünze mit dem Porträt des Großherzogs, den Jahreszahlen (1868–2018) sowie einem stilisierten geöffneten Gesetzbuch, welches die luxemburgische Verfassung symbolisiert. Bei der Verfassung des Großherzogtums Luxemburg handelt es sich um die zentral geltende rechtliche und politische Grundordnung des Landes im Herzen Europas, in dem das Recht festgeschrieben ist. Der heute gültige Gesetzestext geht auf dessen erste konstitutionelle Annahme am 17. Oktober 1868 zurück, der zwar schon mehrfach geändert, aber immer noch gültig ist. Die letzte Änderung der Verfassung erfolgte am 12. März 2009. Die ursprüngliche Verfassung wurde am 12. Oktober 1841 verkündet, kam am 1. Januar 1842 in Kraft und wurde am 20. März 1848 und wieder am 27. November 1856 geändert. Die Verfassung von 1868 markiert einen radikalen Wandel in ihrer Ausgestaltung, weil sie zuvor nur aus Änderungen der ursprünglichen Verfassung bestand. Streitfälle zur Verfassungsgerichtsbarkeit (Contrôle de constitutionnalité) werden vor dem Verfassungsgerichtshof des Großherzogtum Luxemburgs (Cour Constitutionnelle) verhandelt. Die heutige Verfassung besteht aus 120 Artikeln, die in 11 Kapitel aufgeteilt sind. Sie beschreibt, was das Land bestimmt, welche Rechte und Freiheiten seine Bürger haben und wie die Macht im Staat verteilt ist.

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