• Jürgen Lorenz

Der römische Münzfund von Köngen


Matthias Ohm und Nina Willburger: Der römische Münzfund von Köngen

88 Seiten, durchgehend farbige Abbildungen, 17,1 cm x 24,5 cm, Hardcover, Likias Verlag, Friedberg 2017. Preis: 19,80 Euro.

ISBN: 978-3-9817006-7-1.

Im Frühjahr 1967 kam in Köngen (Landkreis Esslingen/Baden-Württemberg) bei Aushub-Arbeiten im Neubaugebiet südwestlich des Kastells ein irdener Topf mit 615 römischen Silbermünzen zum Vorschein. Das jüngste Stück des Köngener Fundes, die sogenannte Schlussmünze, ist ein Antoninian, den Kaiser Philippus Arabs zwischen 246 und 248 n. Chr. ausgab. Fast drei Jahrhunderte früher wurde die älteste Münze geschlagen, ein Denar des Marc Anton aus den Jahren 32–31 v. Chr. Der Köngener Schatz fand weit über Baden-Württemberg hinaus Beachtung. Auch die internationale numismatische Forschung wies den Münzen eine herausragende Bedeutung zu. Der belgische Numismatiker Georges Depeyrot veröffentlichte im Jahr 2008 ein Werk über die wichtigsten römischen Münzfunde vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. Unter den Funden von Spanien bis Syrien und von Großbritannien bis Algerien, die Depeyrot als besonders wichtig auswählte, ist auch der Köngener.

Der Geschichts- und Kulturverein Köngen hat eine ansprechende und hochwertig gestaltete Publikation über den Münzfund herausgegeben, in dem auch Beiträge über die Geschichte des römischen Grinario/Köngen, das kaiserzeitliche Münzwesen sowie die Fundumstände des Schatzfundes versammelt sind. Schließlich werden ausgewählte Prägungen aus dem 1967 entdeckten Schatz und weitere Münzen, die in Köngen gefunden wurden, vorgestellt. Im Landesmuseum Württemberg werden große Teile des Münzfundes ausgestellt. Darüber hinaus können mehr als 500 Münzen, die in Köngen gefunden wurden, im digitalen Landesmuseum Württemberg unter angesehen werden. Interessenten können das Buch über den Geschichts- und Kulturverein Köngen e. V., Brigitte und Josef Aschenbrenner, Tel: 07024 81098, Email: aschenbrenner.josef@t-online.de oder den Likias-Verlag beziehen.

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