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Èditions V. Gadoury Prestige Auction am 02.12.1


Gold von Afghanistan bis Zypern

Am 2. Dezember 2017 hält das monegassische Auktionshaus Editions V. Gadoury seine jährliche Auktion ab. Unter den 1384 Losen sind zahlreiche Goldmünzen aus aller Welt, von den Persern bis zum Schah von Persien, von Afghanistan bis Zypern.

Wer Goldmünzen liebt, für den bietet die kommende Auktion Gadoury genau das Passende. Am 2. Dezember 2017 wird eine umfangreiche Partie seltener Goldmünzen und -medaillen aus aller Welt von der Antike bis zur Gegenwart aufgelöst. Ein Großteil der Stücke, die im Hotel le Méridien mit seiner spektakulären Aussicht auf den Hafen von Monaco versteigert werden, wurde von den führenden Grading-Firmen bewertet.

Knapp 150 Münzen der Antike – Griechen, Kelten, Römer, Byzantiner, Völkerwanderung – stehen am Anfang der Auktion. Darunter befindet sich eine umfangreiche Gruppe Goldmünzen von Caesar bis Maiorianus. Zahlenmäßig liegt der Schwerpunkt auf dem 1. und 2. Jahrhundert. Der Kenner entdeckt große Raritäten wie den perfekten Aureus des Commodus, der auf der Rückseite Castor zeigt, wie er sein Pferd am Zügel führt, oder wie die Aurei von Pertinax und Caracalla als Caesar in gutem vorzüglich. Auch aus der Zeit der Soldatenkaiser sind etliche Raritäten zu entdecken. Wir nennen nur die Aurei von Otacilia Severa und Carinus.

Die Periode der Tetrarchie ist ebenfalls mit herausragenden Goldmünzen vertreten. Als Beispiel sei der wundervolle, in Trier geprägte Aureus des Maximianus Herculius genannt, der auf der Rückseite den Kaiser als Pacator Gentium in einer Quadriga zeigt.

Der Sammler von byzantinischen Münzen wird sich an der kleinen Serie interessanter Solidi, Semisses und Tremisses erfreuen, von denen ein großer Teil in Italien und Sizilien geprägt wurde. Wir dürfen außerdem die seltenen Prägungen der Lombarden nicht übergehen. Man entdeckt Tremisses von Cunipertus und Liut­prand.

Auf die Antike folgen, wie immer bei Gadoury, die Münzen und Medaillen aus Monaco. 64 Lose stehen zur Auswahl, darunter eine Serie mit Proben und Piéforts. Die herausragende Münze ist ein Écu Ludwigs I. aus dem Jahr 1678 in frischem Stempelglanz.

Unter den Proben finden sich etliche Rarissima, so gleich drei Prototypen zum 5-Francs-Stück von 1970. Von Los 205, dem allerersten Prototyp, sind lediglich fünf Exem­plare bekannt.

Es folgen fast 1200 Lose von Münzen und Medaillen aus aller Welt. Von Afghanistan bis Zypern geht die Reise, und wer Goldmünzen sammelt, wird hier nicht nur manches seltene, sondern auch zahlreiche exotische Stücke finden. Belize, Biafra, Kambodscha, Kamerun, Kuba und Südkorea: Die Vielfalt der Nationen ist kaum zu übertreffen.

Da der Katalog in französischer Sprache geschrieben ist, beginnen wir unsere numismatische Reise in „Allemagne“. Deutschland ist durch eine ziemlich spektakuläre Goldmedaille im Gewicht von 50 Dukaten vertreten, die 1691 von Ernst August, Bischof von Osnabrück und Herzog von Braunschweig-Calenberg-Hannover, herausgegeben wurde.

Reisen wir weiter in den fernen Osten. Norodom I. regierte Kambodscha zwischen 1860 und 1904. Er war der ers­te „moderne“ König dieser Nation und initiierte ein modernes Münzsystem. Gadoury freut sich, eine Probe zu diesen Münzen anbieten zu können, eine Probemünze zu 5 Francs in Silber, die 1875 in Brüssel geprägt wurde.

Ein undatierter Goldbarren aus der Qing-Dynastie im Gewicht von 312 g, gegossen in der chinesischen Hafenstadt Tientsin, ist eine andere Attraktion, diesmal aus China. Dorther kommt auch der in der gleichen Stadt im Jahr 1923 geprägte, undatierte Dollar mit der Frontalbüste von Cao Kun auf der Vorderseite. Cao Kun war Präsident der Republik China von 1923 bis 1924.

Diejenigen, die sich für moderne Münzen interessieren, werden den 1970 in Paris für Südkorea hergestellten Münzsatz „Cornucopia“ zu würdigen wissen. Er enthält folgende Stücke: 20 000, 10 000, 5000, 2500 und 1000 Won, alle in Gold und alle bewertet von PCGS. All diese Münzen sind extrem selten. Vom höchs­ten Nominal wurden 52, vom „häufigsten“ Nominal 100 Exemplare geprägt.

Kommen wir aus dem fernen Osten zurück, und setzen wir unsere numismatische Reise in Korsika fort. Dort wurde im Jahr 1736 Theodor von Neuhoff demokratisch(!) zum König gewählt. Während seiner Regierung wurden die extrem seltenen 5 Soldi und 2 ½ Soldi ausgegeben, mit denen die Sammlung korsischer Münzen beginnt, die Gadoury anbietet.

Fast 500 Nummern französischer Münzen listet der Katalog auf. Zeitlich reicht das Spektrum vom Karolinger Karl dem Kahlen bis zur Fehlprägung eines Euro-Cents. Es fällt schwer zu entscheiden, was eine Erwähnung verdient, so zahlreich sind die Raritäten. Im Rahmen der umfangreichen Serie mit Münzen Napoleons sollte man auf 40 Francs, geprägt 1807 in Limoges, und auf 20 Francs, geprägt im Jahr 14 in Lille, hinweisen. Das 5-Francs-Stück, das während der berühmten Herrschaft der 100 Tage 1815 geprägt wurde, wird das Herz jedes Kenners mit seiner perfekten Erhaltung und der Regenbogenpatina erfreuen.

Auch die Dritte Republik ist mit Raritäten vertreten, so 50 Francs 1889 (nur 100 Stück geprägt) und 100 Francs 1889 (nur 100 Stück geprägt).

Und als wäre das noch nicht genug, folgt eine umfangreiche Partie von mehr als 220 Losen mit französischen Proben und Piéforts. Das zeitliche Spektrum reicht von Ludwig XIV. bis zum Jahr 1984. Herausragendes Stück ist eine Probe zu 100 Francs mit dem Porträt von Karl X., undatiert, hergestellt in der Münzstätte von Paris. Das äußerst seltene Stück in vorzüglicher Erhaltung ist mit 50 000 Euro geschätzt.

Zwei Proben zu Goldmünzen Napoleons III. sind ebenfalls äußerst selten. Unter Nr. 711 ist eine Probe in Gold zu 25 Francs / 5 Dollars von 1867 (Taxe: 10 000 Euro), unter Nr. 712 eine Probe zu 20 Francs von 1852 mit glattem Rand (Taxe: 20 000 Euro) gelistet.

Es ist nur eine kurze Fahrt über den Kanal nach England. Und natürlich finden wir auch dort jede Menge numismatischer Sehenswürdigkeiten. Gadoury offeriert vier große Goldmedaillen. Die erste zeigt Sophie von der Pfalz, Mutter von Georg I., zusammen mit Mathilda, jener Stammmutter des Hauses der Welfen, die einst als Schwester von Ri­chard Löwenherz Heinrich den Löwen heiratete.

Die zweite wurde anlässlich der Krönung von George IV. geschaffen, die dritte anlässlich der Krönung Königin Victorias. Die letzte der vier britischen Goldmedaillen ist dem Goldenen Jubiläum Victorias gewidmet.

Kommen wir zu Italien. Mehr als 200 Lose mit italienischen Münzen und Medaillen werden angeboten. Vor allem das Herzogtum Parma ist mit einer Reihe von großen Raritäten vertreten. Man entdeckt einen doppelten Ducatone Herzog Ranuccios I. Farnese von 1604, einen doppelten von 1615 und einen Testone von 1687 mit dem Porträt seines Enkels Ranuccio II. Ebenfalls mit Parma verbunden ist Marie-Louise von Österreich, Tochter von Kaiser Franz I., zweite Gemahlin Napoleons. Sie erhielt das Herzogtum Parma im Wiener Kongress zugesprochen. Ihr Porträt ziert eine prachtvolle Goldmedaille von 1818 auf den Bau der Brücke über den Taro.

Natürlich gibt es auch große Seltenheiten aus der Zeit des italienischen Königreichs, so 100 Lire, geprägt in nur 294 Exemplaren 1878 in Rom (Taxe: 30 000 Euro) und 100 Lire Humberts I., geprägt in 154 Exemplaren 1880 in Rom (Taxe: 20 000 Euro).

Aus Danzig stammt ein extrem seltener Dukat 1556 von Sigismund II. August. Aus Portugal kommt eine extrem seltene Goldmedaille, geprägt 1914 anlässlich der Jahrhundertfeier des portugiesischen Sieges im Freiheitskrieg gegen Napoleon.

Und damit kommen wir nach Russland: Gadoury offeriert fast 90 Lose von Peter dem Großen bis zur UdSSR. Darunter befinden sich neben Münzen und Medaillen auch einige Auszeichnungen. Besonders unter den Medaillen entdeckt der Kenner Raritäten, so eine Goldmedaille von Martin Cupy auf den Tod Peters des Großen von 1725 und eine Goldmedaille auf den Fürsten Dimitri Galitsin, der in seinem Amt als russischer Botschafter 1793 in Wien verstarb.

Ein Rubel Iwans III. aus St. Petersburg von 1741 und das seltene 10-Rubel-Stück Katharinas II. von 1764 mit den über Kreuz angeordneten Wappen sind weitere Glanzstücke. Das am teuersten geschätzte Stück der gesamten Auktion ist eine Goldmedaille mit den Porträts Alexanders III. und seiner Gattin Maria Fjodorowna. Das äußerst seltene Kabinettstück mit einem Durchmesser von über 6 cm ist mit 60 000 Euro geschätzt.

Und von Russland direkt in die USA. Über 60 Lose – die meisten davon in Gold – stehen zum Verkauf. Wir heben 20 Dollars, Philadelphia von 1860, 20 Dollars, New Orleans von 1861, 20 Dollars, Carson City von 1875 und 20 Dollars, Carson City von 1883 hervor.

Unsere numismatische Reise endet in ­Vietnam. Dort sind ein undatiertes 5- und ein undatiertes 4-Tien-Stück in Gold erwähnenswert, beide geprägt unter der Herrschaft von Tu Duc (1847–1883).

All diese hochpreisigen Münzen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass für jeden Geldbeutel etwas in der Auktion zu finden ist. Die Schätzungen beginnen ab 100 Euro und gerade im drei- und unteren vierstelligen Bereich ist eine Fülle interessanter Lose erhältlich.

Sie können den Katalog bestellen bei Éditions Victor Gadoury, 57, rue Grimaldi, 98000 Monaco; Tel.: 00377 / 93251296; Fax: 00377/ 93501339; E-Mail: contact@gadoury.com.

Im Internet finden Sie ihn unter www.gadoury.com, www.sixbid.com, www.numisbids.com, www.bidinside.com und www.biddr.ch. Selbstverständlich ist auch Livebidding am heimischen Computer möglich!

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