• Sebastian Wieschowski

Ausstellung in Wien: Wie Geld seit jeher die Welt verbindet


Seit dem 8. August 2017 ist unter dem Titel „Vernetzt. Verbunden durch Geld“ eine neue Sonderausstellung im Geldmuseum der Österreichischen Nationalbank zu sehen. Die OeNB erzählt anhand vieler Stücke aus den vergangenen Jahrhunderten, wie Geld seit jeher die Welt verbindet. „Zahlungsmittel wurden seit Anbeginn auch dazu verwendet, um Botschaften zu vermitteln“, heißt es in der offiziellen Vorstellung. Die OeNB bezeichnet Münzen und Banknoten als "Visitenkarten" eines Landes: „Sie können gleichermaßen der Abgrenzung wie der Integration dienen. Die Auswahl von Motiven, Stückelungen und Währungsbezeichnungen verrät viel über die Eigensicht eines Landes und noch mehr über historische sowie gegenwärtige Verbindungen zu anderen Staaten.“

In der neuen Sonderausstellung im Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) sind daher dynastische Verbindungen auf Münzen zu entdecken, ebenso Machtansprüche und Wirtschaftsbeziehungen. Ein Exponat ist der Reiterguldiner von Kaiser Maximilian I: Der Kaiser wollte mit diesen Münzen seine Machtansprüche in Europa sichtbar machen. Zum ersten Mal erscheint hier die Bezeichnung „Europa“ auf einer Münze.

Die erstmals ausschließlich mit Objekten aus der hauseigenen Sammlung bestückte Schau umfasst rund 150 Exponate von der Spätantike bis heute. Einen Schwerpunkt nehmen in der Ausstellung auch Münz- und Währungsunionen ein. Eines der frühen Beispiele sind die von Maria Theresia eingeführten Konventionsmünzen: „Aus dieser Epoche ist der Maria-Theresien-Taler besonders hervorzuheben, weil er in vielen Ländern – teilweise sogar bis in die 1940er-Jahre – als werthaltig und umlauffähig galt. In der Sonderausstellung ist beispielsweise ein Konventionstaler von 1767 zu sehen, der mit dem indonesischen Gegenstempel „Stern von Madura“ versehen ist“, heißt es bei der Österreichischen Nationalbank.

Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Juli 2018 geöffnet, jeweils Dienstag und Mittwoch von 9.30 Uhr bis 15.30 Uhr, Donnerstag von 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr sowie Freitag von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Von Samstag bis Montag, an Feiertagen sowie am 24.12. und 31.12. ist die Ausstellung geschlossen. Das Geldmuseum der Oesterreichischen Nationalbank befindet sich am Otto-Wagner-Platz 3, 1090 Wien.

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