• Sebastian Wieschowski

World's Fair of Money: Fünf Tage voller Münzen


Ab heute blickt die Münzensammler-Welt nach Denver im US-Bundesstaat Colorado: Vom 1. bis zum 5. August findet das amerikanische Pendant zur "World Money Fair" statt: Die "World's Fair of Money" zählt zu den größten Münzbörsen der Welt und wird von der "American Numismatic Association" in jährlich wechselnden Großstädten ausgerichtet. Für dieses Jahr verspricht die ANA historische und moderne Münzen im Gesamtwert von mehr als einer 1 Milliarde US-Dollar, darunter auch 100.000 Dollar Banknoten sowie eine seltene Nickelmünze, die 3 Millionen US-Dollar wert sein soll. Neben den Auktionen der großen US-amerikanischen Münzauktionshäuser gibt es auf der Messe viele aufsehenerregende Aktionen: Zwei Edelmetallhändler haben den beliebten Leihhausbetreiber Rick Harrison aus der Reality-Fernsehshow "Pawn Stars" (der Begriff "pawn" bedeutet ungefähr soviel wie "Pfand") verpflichtet, die Verlagsvereinigung "Numismatic Literary Guild" wird eine ganze Reihe an neuen Fachbüchern auf der Messe vorstellen. Zudem gibt es an gleich zwei Ständen jeweils Sondermedaillen zur Messe zu kaufen, die in geringer Auflage mit den beliebten Panda-Motiven aus China gestaltet werden. Die "World's Fair of Money" ist aber mehr als eine jährliche Münzen-Show - sie wird von der American Numismatic Association traditionell dazu genutzt, um über die Numismatik zu informieren. Es gibt Sommerkurse für Einsteiger, beispielsweise zur Fälschungserkennung oder Bewertung von Münzen. Zudem werden mehrere, als "silent auction" bekannte Münzauktionen, zugunsten wohltätiger Zwecke veranstaltet und in ein festliches Galadinner eingebettet. Ausstellungen und Exkursionen runden das Programm der Messe ab. Im kommenden Jahr wird die "World's Fair of Money" in Pennsylvania im US-Bundesstaat Philadelphia stattfinden.

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