• Sebastian Wieschowski

Gesetzentwurf im US-Kongress: John F. Kennedy auf offizieller Gedenkmünze?


In den Vereinigten Staaten von Amerika wird eine Gedenkmünze vorbereitet, die auch in Deutschland besondere Aufmerksamkeit finden dürfte: Im Jahr 2020 könnte eine offizielle Sonderprägung mit dem Bildnis des legendären US-Präsidenten erscheinen. Eine entsprechende Gesetzesinitiative wurde jetzt in beide Kammern des US-Kongress eingebracht. Der frühere Präsident, der am 22. November 1963 in Dallas im US-Bundesstaat Texas einem Attentat zum Opfer fiel, hätte in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Kennedy ist seit 1964 auf den „Half Dollar“-Münzen und seit 2015 auf einem Präsidenten-Dollar zu sehen, er wird ferner auf hunderten Medaillen und Weltmünzen abgebildet. Doch eine offizielle US-Gedenkmünze mit dem Bildnis von Kennedy wäre eine kleine numismatische Sensation. In einem Brief an ihre Abgeordnetenkollegen sprechen sich der Republikaner Kevin McCarthy und sein demokratischer Kollege Joseph P. Kennedy III dafür aus, zu Ehren von Präsident Kennedys „Dienst und Hingabe für unser Land“ eine spezielle limitierte Gedenk-Silber-Dollar-Münze herauszugeben. Der Abgeordnete Kennedy ist der Großneffe von Präsident Kennedy. Die beiden Initiatoren weisen in ihrer Begründung darauf hin, dass das Vermächtnis Kennedys unzählige amerikanische Bürger dazu inspiriert habe, für Fortschritt, Gerechtigkeit und Einheit einzutreten.

Der Entwurf für den US-Kongress sieht vor, dass maximal 500.000 Silberdollar ausgegeben werden. Die Münze soll zu mindestens 90 Prozent aus Silber gefertigt werden. Die Entwürfe des silbernen Dollars sollen vom Finanzministerium in Absprache mit der Kommission der Bildenden Künste und den Vertretern der John F. Kennedy Bibliotheks-Stiftung und nach ihrer Überprüfung durch das Citizens Coinage Advisory Committee ausgewählt werden. Zehn US-Dollar von jeder verkauften Münze sollen der John F. Kennedy Präsidentenbibliothek und dem angeschlossenen Museum in Boston zu Gute kommen.

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